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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 22:46 Uhr

Kommunalwahl : „Fusion ist kein Allheilmittel“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Wilhelm Schröder tritt als Bürgermeisterkandidat in der Gemeinde Kreien an. Eines seiner Hauptanliegen ist, Bürgernähe zu erhalten so gut es irgend geht.

svz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Bürgermeisterin Birgit Lange tritt nicht wieder zur Wahl an. Stattdessen kandidiert ihr bisheriger Zweiter Stellvertreter Wilhelm Schröder.

Um seinen Hobbys wie etwa Literatur und Reisen besser nachgehen zu können, wurde der heute 63-Jährige auf eigenen Wunsch früher als ursprünglich geplant Rentner. „Ich wollte nicht mit Gewalt bis zur letzten Mark kämpfen, sondern mir auch noch etwas vom Leben bewusst machen“, sagt er. Erst jüngst begeisterten den gelernten Bankkaufmann zum Beispiel eine ornithologische Wanderung und das Renaturierungsprojekt Kreiener Seewiesen, wo man lange nicht gesehene WasserVögel zu Gesicht bekomme: „Mit dem Hund das Haus verlassen und schon nach ein paar Schritten in der schönsten Natur – wunderbar.“

Der Vater von Schröder, dessen Sohn in Kreien geboren wurde, zog 1953 nach Westfalen, wo der Kandidat aufwuchs. 1991 kam der verheiratete Vater von vier Kindern nach Mecklenburg, 1995 nach Kreien zurück. Vier Jahre später wurde er Mitglied der Gemeindevertretung, war zunächst sachkundiger Bürger im Finanzausschuss, 2009 folgte die Position als Zweiter stellvertretender Bürgermeister. Obwohl früher lange in der CDU, trat der Kandidat irgendwann aus dieser Partei aus und tritt jetzt für die Wählergemeinschaft „Kreiener Schweiz“ (gründet sich auf die in Richtung Karbow gelegenen Hügel) an. Seine Überzeugung: „Mit Parteipolitik kann man in einer kleinen Gemeinde nichts erreichen. Ich unterstütze das Lob, dass in der Lübzer Stadtvertretung das Verständnis für den anderen über solche Grenzen hinweg vorhanden ist. Im Kreistag fängt es dann an, anders zu werden, schlimm ist es auf Landesebene. Das führt zu Verdruss.“

Wegen der vor 15 Jahren auch in Kreien besseren finanziellen Möglichkeiten als heute habe man damals noch einiges bewegen können – mit ein Anreiz für Schröder, sich zu engagieren. Über die Bodenneuordnung habe man zum Beispiel Wege ausbauen und später den Abbruch der alten, bei der Zwangsversteigerung erworbenen Gaststätte bezahlen können: „Es gab die Sorge, dass ein Mitbewerber aus der rechten Szene kommt und dort ein Stammlokal für seine Freunde einrichtet. Das wollten wir unbedingt verhindern.“

Saniert wurde hingegen das der Gemeinde gehörende Dorfgemeinschaftshaus, zu dem neben einer Heimatstube ein Saal gehört, der auch privat genutzt werden kann. Was man ebenfalls als erlangten Erfolg nennen kann und unbedingt müsse, sei der Umbau der ehemaligen Molkerei zum Kindergarten.

 

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