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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 19:37 Uhr

Aktitivität : Für Mieter wieder viel investiert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

2014 drei Aufzüge von Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL) errichtet und neue Balkone gebaut / In diesem Jahr weitere Vorhaben

von
erstellt am 25.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Die Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL) ist der weitaus größte Vermieter in der Region. Ihr gehören 950 Wohnungen beziehungsweise sie verwaltet die Immobilien. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen an drei Häusern in Lübz (Scharnhorststraße 13, Hinter der Wohrte 13 und Thomas-Mann-Straße 2) in den komplizierten Neubau von drei gläsernen Aufzügen investiert und rund 500 000 Euro dafür ausgegeben – der mit Abstand größte Einzelposten.

Die Fahrstühle wurden außerhalb jeweils am Treppenhaus direkt an der Fassade aufgestellt. Der Ein- und Ausstieg erfolgt für jede der vier Wohnebenen auf dem Zwischenpodest durch die entfernten, nach unten hin zu Türen velängerten Flurfenster. „So hat jetzt kein Mieter mehr als acht Stufen zu überwinden. Früher waren es 56 für die ganz oben Wohnenden“, sagt der stellvertretende WVL-Geschäftsführer Ronald Schmelter. Bei der Auswahl, wo ein Aufzug gebaut werden soll, habe man vor allem danach entschieden, wo besonders viele ältere Mieter wohnen und ihnen zuliebe auch auf größtmögliche Barrierefreiheit geachtet.


Positive Resonanz auf neue Balkone


Jeder weiß, dass Beschwerden ungleich schneller und öfter als Unzufriedenheit geäußert sind, doch in diesem Fall habe Schmelter auch schon positive Resonanz vernommen.

Außerdem hat die WVL an den Häusern Am Hohen Feld 6 und 7 sowie 8 und 9 rund 200 000 Euro in die Aufstellung neuer Balkone investiert. Dafür mussten die Kellertreppen verlegt werden und außerdem erstrahlt die Fassade des Wohnblocks Theodor-Körner-Straße 17 bis 20 in neuer Farbe.

Schmelters Ausblick auf 2015: An Häusern Am Hohen Feld sollen für rund 300 000 Euro 30 weitere Balkone angebaut werden, sodass dann jedes Zuhause der WVL mit einem ausgestattet wäre. Die Balkone, stattliche dreieinhalb Meter breit und 1,50 Meter tief, kommen gut an, sagt Schmelter – unter anderem daran zu sehen, dass Blumenkästen in der Regel gleich bepflanzt werden und viele Mieter Sommerabende draußen verbringen.


Mit rund einem Prozent sehr geringer Leerstand


Die WVL hat seit der Wende weit über 20 Millionen Euro in ihre Immobilien investiert. Alle Dächer, Fenster, Heizungsanlagen und die meisten Bäder sind erneuert, alle Häuser gedämmt. Der Leerstand liegt bei rund einem Prozent, was ein sehr guter Wert sei. 2011 zum Beispiel wies die Statistik für ganz Norddeutschland eine Quote von sieben, für einige Regionen Ostdeutschlands sogar bis knapp zehn Prozent aus, weshalb dann auch Häuser abgerissen wurden („Rückbau“). „Ohne mit Gewalt negative Stimmung verbreiten zu wollen: Die demographische Entwicklung wird aber letztlich auch vor uns nicht Halt machen“, sagt Schmelter. „Wir haben ebenfalls sehr viele ältere Mieter und nur vergleichsweise wenig junge rücken nach. Entweder, weil sie die Region nach der Schule verlassen oder auch, weil die Zahl der Geburten generell stark zurückgegangen ist. Da machen auch wir uns Gedanken.“

Öfter zu beobachten sei, dass ältere Menschen aus Dörfern in die Stadt ziehen, weil sie ihre Häuser nicht mehr bewirtschaften können, hier der Arzt nicht weit weg ist und man problemloser einkaufen kann.

Auch zum momentan allgemein diskutierten Thema Mindestlohn hat Schmelter eine Meinung: „Ich finde ihn generell gut und auf uns bezogen sage ich, dass er Bewohnern vielleicht helfen kann, etwas einfacher ihre Miete zu zahlen.“ Die Zahl der Schuldner in seinem Unternehmen halte sich mit 1,5 Prozent in Grenzen, sei aber konstant hoch. Dabei handele es sich nicht immer um dieselben Leute. Der zur eher abstrakten Prozentzahl gehörende Betrag, dem das Unternehmen jährlich nachlaufen muss: Rund 60 000 Euro.

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