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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

13. Dezember 2017 | 14:12 Uhr

Feuerwehr : Für die Zukunft gut gerüstet

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Die Plauer Feuerwehr zog Bilanz: Im vergangenen Jahr fuhr sie zu 65 Einsätzen. Ihre Nachwuchsabteilung ist stark. An die Jugendwartin wurde eine Fahne überreicht.

von
erstellt am 16.Jan.2017 | 06:00 Uhr

36 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung zählt die Freiwillige Feuerwehr in Plau und sie sind damit „nur“ zwei Kameraden stärker als ihre Nachwuchsabteilung. Die Jugendfeuerwehr und die kleinen Löschzwerge zählen stolze 34 Mitglieder! „Das ist hervorragend und dafür gebührt der Nachwuchsarbeit große Anerkennung“, so Bürgermeister Norbert Reier auf der Jahresversammlung der Kameraden am Freitagabend. Wenn auch nicht alle Kinder und Jugendlichen aus den unterschiedlichsten Gründen später einmal in Plau und in der Feuerwehr bleiben werden, so bekommen sie jetzt erst einmal eine fundierte Ausbildung, lernen Kameradschaft kennen und erleben eine sinnvolle Freizeitgestaltung, über die die Jugendwartin Christin Roesch und der 15-jährige Gruppenführer Pascal Noah den Mitgliedern berichteten.

Zuvor hatte Wehrführer Ronny Ax Bilanz über das abgelaufene Jahr gezogen. Vor den 30 stimmberechtigten Kameraden berichtete er, dass die Löschgruppe in Karow aufgelöst werden musste, denn „aus personaltechnischen Gründen konnte diese Gruppe nicht aufrecht erhalten werden“. Das dort stationierte Löschfahrzeug LF 8 wurde der Wehr in Barkow leihweise zur Verfügung gestellt.

Auch wenn vier Austritte im Jahr zu verzeichnen waren, so hofft die Wehrführung, in diesem Jahr neue Mitstreiter zu gewinnen. So sollen Kameraden, die seit längerem der Aus- und Weiterbildung fern blieben, motiviert werden, sich wieder stärker zu engagieren. Auch aus den Reihen der Jugendfeuerwehr werden voraussichtlich zwei Kameraden in die Einsatzabteilung wechseln. Der Feuerwehranwärter Andy Mastow hat sein Probejahr bestanden, wurde in die Einsatzabteilung einstimmig übernommen und zum Feuerwehrmann befördert. „Es ist nicht leicht, werktags die Tagesbereitschaft aufrecht zu erhalten, doch wir werden verstärkt für unsere Wehr werben“, versprach Ax.

Zu dieser Werbung zählt vor allem eine gute Öffentlichkeitsarbeit wie beispielsweise zum 120-jährigen Bestehen der Wehr Anfang Juli und das Amtswehrtreffen Ende Mai, welches publikumswirksam erstmalig im Burghof stattfand. Das Thema Brandschutzerziehung war im abgelaufenen Jahr ein sehr wichtiger Aspekt. Informationen rund um den Brandschutz, gepaart mit einigen Vorführungen, klären auf und wecken auch das Interesse bei den Kindern und Jugendlichen. Immerhin besuchten 12 Klassen der Kantor-Carl-Ehrich Grundschule die Feuerwehr und zwei Mal waren die Kameraden in der Schule am Klüschenberg und nahmen an den dortigen Gesundheitstagen teil. Einige Kindergartengruppen nutzten ebenfalls die Möglichkeit, das Gerätehaus und die Technik inspizieren zu dürfen.

65 Einsätze leisteten die Plauer Kameraden im vergangenen Jahr, rückten zu Unfällen und Bränden aus und hatten auch so manchen Einsatz, weil Hausrauchmelder oder Brandmeldeanlagen den Alarm auslösten. Gerade die Hausrauchmelder haben sich bewährt, denn so konnten die Kameraden rechtzeitig zum Einsatz gelangen und dadurch größeren Schaden verhindern.

Um all diese Aufgaben gut erfüllen zu können, bedarf es einer fundierten Aus- und Weiterbildung. Neben den Übungseinsätzen und der sehr guten Zusammenarbeit mit der DRK-Rettungswache in Plau nahmen etliche Kameraden auch an speziellen Lehrgängen teil. Patric Siepel, Sebastian Bamberg und Tommy Erdmnn haben erfolgreich die Ausbildung zum Truppmann, Alexander Kammmeyer zum Sprechfunker und Tino Sanftenberg-Köhler zum Maschinisten abgeschlossen. Die Atemschutzträger werden künftig durch Patric Siepel und Daniel Scharf verstärkt und Ronny Ax absolvierte die Ausbildung zum Leiter der Feuerwehr.

Die Ausbildung, natürlich in anderer Form, ist auch für die Nachwuchskameraden wichtig. Jugendwartin Christin Roesch konnte berichten, dass man sich 24 Mal im vergangenen Jahr zu Diensten traf. „Das waren 987 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und1567 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Dazu kommen noch Teilnahme an Zeltlagern, Wettkämpfen und Freizeitfahrten“, so die Jugendwartin. Einer der Höhepunkte war unter anderem die Teilnahme am ersten Landesjugendfeuerwehr-Zeltlager in Prora auf Rügen.

Gruppenführer Pascal Noah (15) berichtete über diese Aktivitäten mit einer beeindruckenden Diaschau. „Diese Nachwuchsarbeit beeindruckt mich sehr und deshalb überreiche ich Euch eine Spende für die Finanzierung Eurer vielseitigen Arbeit“, meinte anerkennend der CDU-Landtagsabgeordnete Wolfgang Waldmüller und Stefan Kantel von der Partnerfeuerwehr aus Plön überreichte der Jugendwartin eine eigene Fahne als Geschenk.


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