Fleißig wie die Bienen : Für den Saisonstart bestens gerüstet

Hier helfen die jungen Imker beim Einrichten des Bienenmuseums in Quetzin mit. Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Hier helfen die jungen Imker beim Einrichten des Bienenmuseums in Quetzin mit. Fotos: Michael-Günther Bölsche

Neueröffnung des Bienenmuseums in Quetzin nach Sanierung. Bis zu 8000 Besucher jährlich interessieren sich für die Einrichtung

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27. März 2015, 22:00 Uhr

„Fleißig wie die Bienen“ ist ein bekanntes geflügeltes Wort. Fast wörtlich nehmen es derzeit die Mitarbeiter in der Schau-Imkerei von Marlies und Frank Bode, den Nachfolgern von Imkerurgestein Reinhard Neumann. Unterstützt werden sie von Mitgliedern des Fördervereins Bienenmuseums Plau e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Junger Imker.

Nur noch wenige Tage bis zum Osterfest – da heißt es keine Zeit zu verlieren, denn die Besucher des Bienenmuseums auf dem Gelände der Schauimkerei sollen eine neue Ausstellung mit vielen Informationen rund um die Bienen vorfinden. Schließlich wäre unser menschliches Leben ohne die Insekten, und ganz besonders ohne die Bienen, fast nicht denkbar. Erst durch die Bestäubung der Pflanzen können diese Früchte tragen, sich vermehren und so einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Natur sorgen. Dafür benötigen die Immen, wie die Bienen auch genannt werden, viele Unterstützer. So sorgen Landwirte, Kleingärtner und die vielen Naturfreunde für bienenfreundliche Nahrung, indem nach Möglichkeit für eine reiche, abwechslungsreiche Pflanzenwelt gesorgt wird und die fleißigen Bienen das ganze Jahr über Futter finden.

Im Bienenmuseum in Quetzin kann man sich ausführlich informieren über die Geschichte, über Krankheiten und welche Produkte aus dem Bienenhonig gefertigt werden. Das reicht weit über den süßen Honig hinaus.

Um das alles in ansprechender Form präsentieren zu können, wurden Schautafeln neu gestaltet, historische Ausstellungsstücke wie eine Wachs- und Honigpresse überholt und die Räumlichkeiten verbessert. So konnte neben der Sanierung des Fußbodens und der Wände auch eine Videoanlage installiert werden.

„Möglich war dies alles unter anderem, weil uns der CDU-Stammtisch in Plau mit einer Spende zur Seite stand“, berichtet Reinhard Neumann, der, wie 14 weitere Mitglieder, zum Förderverein Bienenmuseum Plau gehört. Bis zu drei Arbeitseinsätze leisten die Mitglieder in jedem Jahr und stehen bei Bedarf auch darüber hinaus zur Verfügung. Hilfe bekommen sie auch von Harry Witte, der im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes (BFD) in der Schauimkerei arbeitet und sehr aktiv ist. Jetzt werben die Vereinsmitglieder und die Schauimkerei um weitere Spendengelder, um die nötigen Eigenmittel aufzubringen. „Diese sind notwendig, denn wir haben eine europäische Förderung für den weiteren Ausbau des Bienenmuseums und des Bienenweidegartens beantragt“, so Neumann.

Stolz kann der Verein sein, haben die Mitglieder doch in den vergangenen Jahren seit Bestehen im Jahr 2004 viel für das Bienenmuseum geleistet. „Aber was wären wir, wenn wir nicht die Unterstützer hätten“, sagt Neumann und erinnert dankbar an den FAL in Ganzlin, an das SUBZ in Herzberg, an die Stadt Plau, den Rotary-Club und viele andere, die „sehr gute Partner sind und waren“.

Bis zu 8000 Besucher jährlich, darunter viele Busreisegruppen, sind gern gesehene Gäste und wenn die Besucher wieder die Heimreise antreten, dann stets nicht nur mit Produkten aus dem ebenfalls neu eingerichteten Hofladen, sondern auch mit Informationen rund um die Bienenvölker.

Unter den fleißigen Helfern vor dem Osterfest waren auch Charleen Sülwold (11), Emily Blaschke (13) und Niklas Radtke (13). Alle drei gehören zur Arbeitsgemeinschaft Junge Imker. Deren Arbeit ist Bestandteil des Fördervereins und sorgt so für den nötigen Nachwuchs an Jungimkern. Nach ihrer Arbeit beim Einrichten des Bienenmuseums sahen sie noch nach dem Rechten im Bienenwagen an der Elde. Fünf Völker werden hier von fünf Mädchen und Jungen betreut, und nachdem sie sich mit dem Hutschleier vor möglichen Stichen der fleißigen Insekten geschützt haben, sorgt Niklas mit dem Smoker für den nötigen Rauch, der die Bienen beruhigt. Stolz erkennen sie bei ihrer Frühjahrskontrolle, dass bereits erste Brutnester in den Waben sind. Nach dieser sehr wichtigen Arbeit, bei der auch der Futterzustand und die Bienenvolkstärke geprüft wurden, geht es wieder heimwärts.

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