Wassersport : Für den Erfolg braucht’s Training

In Aktion: Neopren-Anzug und Ski unter den Füßen – dann fühlt Holger Brümmer von der Wasserski- und Surfschule Plau am See wohl.  Fotos: privat
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In Aktion: Neopren-Anzug und Ski unter den Füßen – dann fühlt Holger Brümmer von der Wasserski- und Surfschule Plau am See wohl. Fotos: privat

Holger Brümmer von der Wasserski- und Surfschule Plau am See hat eine Sondergenehmigung zum Trainieren erhalten

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13. August 2015, 08:09 Uhr

Zwischen hohem Schilf führt ein kleiner schmaler Steg entlang. Direkt zum Wasser, zum Plauer See. Auf der linken Seite befindet sich eine kleine Sitzecke, mit Bänken, einem Tischchen und einem Sonnenschirm. Dieser ist aufgespannt, obwohl an diesem Sommertag Klärchen sich nicht wirklich zwischen den Wolken hervorwagen will. Es ist idyllisch, obwohl es für Hochsommer ziemlich frisch ist. Ein kräftiger Wind weht. Perfekt für die Windsurf-Schüler der Wasserski- und Surfschule Plau am See. Für Besitzer und Wasserski-Läufer Holger Brümmer wäre es kein guter Tag zu Wasser. Zu windig, zu viele Wellen. Bei diesen Bedingungen auf dem Ski stehen, wäre keine so gute Idee.

Der Plauer See ist hier in der Bucht von Quetzin und unterhalb der Surfschule von Holger Brümmer windgeschützt, flach, kaum einsehbar. Ideale Bedingungen nicht nur für die Windsurf-Schüler. Denn auch Holger Brümmer muss trainieren, wenn er bei Wettkämpfen im Wasserski antreten will. Erst kürzlich hat der Plauer es wieder auf das Siegertreppchen geschafft. Zweimal Vize-Meister bei den Deutschen Meisterschaften im Wasserski in Bremerhaven. Doch ohne vorheriges Training wäre der Sprung auf das Siegerpodest nicht möglich gewesen. Denn sein Sport, seine Leidenschaft im Neopren-Anzug und Wasserski unter den Füßen ist keine Leichtigkeit, braucht viel Training und Vorbereitung. „Wenn ich nicht mindestens zwei Wochen vor dem Wettkampf mit dem Training anfange, schaue ich in die Röhre und brauche erst gar nicht anzutreten“, erzählt Holger Brümmer. Doch leider schafft er es nicht immer zu trainieren, die offizielle Wasserski-Strecke auf dem Plauer See wird auch von anderen frequentiert – Boote, Paddler, Segler, Wasserliebhaber eben, genauso wie er. „Ich will niemanden stören oder zur Last fallen“, betont der Wasserski-Läufer. Holger Brümmer weiß, dass die deutsche Wasserski-Szene ein Problem hat. „Wir sind irgenwie Stiefkinder“, sagt er und lächelt ein wenig. Das liegt vor allem am Verbrennungsmotor des Bootes, von dem die Läufer über das Wasser gezogen werden – teilweise mit 58 Stundenkilometern. Wettkampfbedingungen eben. Doch auch hier hat der Plauer Verständnis. „Meinem Boot habe ich eine Flüsterkur verpasst, einen Schalldämpfer eingebaut. Meinetwegen könnten die Motorboote noch leiser sein“, erläutert er. Denn auch er würde sich auf Dauer an dem Geräusch stören.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der SVZ vom 13. August und im ePaper.

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