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Vom Aussichtsturmbau bis zur Museumssanierung : Frischzellenkur für Plaus Ausflugsziele

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Zur neuen Urlaubssaison will sich Plau seinen Gästen mit einem neuen Gesicht präsentieren. Nach der Marktplatzsanierung und dem Molenbau im vergangenen Jahr stehen auch 2012 zahlreiche Projekte auf der Agenda.

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erstellt am 16.Jan.2012 | 10:31 Uhr

Plau am See | Zur neuen Urlaubssaison will sich Plau seinen Gästen mit einem neuen Gesicht präsentieren. Nach der Marktplatzsanierung und dem Molenbau im vergangenen Jahr stehen auch 2012 zahlreiche Projekte auf der Agenda, die zum einen die Lebensqualität für die Plauer verbessern, zum anderen die Stadt für Touristen noch attraktiver machen sollen. Ein wichtiges Bauprojekt läuft derzeit schon auf vollen Touren: Die Sanierung des Museumsgebäudes auf dem Burghof hat begonnen. Derzeit kümmern sich die Bauarbeiter um die Stabilisierung des Baus. "Da besteht dringender Handlungsbedarf", sagt Bürgermeister Norbert Reier. In den kommenden Wochen und Monaten soll, sobald die Statik gesichert ist, das marode Dach und die Gebäudefassade saniert werden. Auch der Einbau eines Sanitärbereichs ist geplant. Mit insgesamt 350000 Euro ist die Generalüberholung veranschlagt.

Neben der Sanierung sind auch Vorbereitungen für eine Museumserweiterung geplant. "Der Ausstellungsraum ist an seine Grenze gelangt. Es fehlt an Fläche", verdeutlicht Reier. Für die Option, den Ausstellungsraum in einem späteren zweiten Bauabschnitt um den ersten Stock zu erweitern, wird schon jetzt der Grundstein gelegt. Ein Fahrstuhlschacht wird eingebaut, verschiedene Rampen angelegt. Schließlich soll des Museum einmal vollkommen barrierefrei und somit auch für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte problemlos nutzbar sein. Für den ersten Bauabschnitt bleiben den Bauarbeitern nur wenige Monate. "Wir wollen nach Möglichkeit zur Hauptsaison wieder am Markt sein, schließlich hat das Museum 20000 bis 25000 Besucher im Jahr", sagt Reier. Zur Eröffnung sollen dann ganz besondere Stücke zu sehen sein: die historischen Funde, die im Zuge der Marktplatzsanierung zu Tage gefördert worden sind. Die Stadt stehe diesbezüglich in Gesprächen mit dem verantwortlichen Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, sagt Reier.

Bis zum Sommer sollen auch zwei weitere Bauvorhaben in die Tat umgesetzt sein: Der Brunnen - ein 120000 Euro teures Projekt - auf dem sanierten Plauer Marktplatz soll ebenso fertig sein wie auch die Metow 4, die mit 637000 Euro zu Buche schlägt. "Wir wollen hier im Frühjahr nochmal nacharbeiten lassen und sie zur Hauptsaison freigeben", sagt Reier.

Schon jetzt stehen sollte hingegen der Aussichtsturm auf der neuen Plauer Mole, doch bislang hat die Firma die Stadt warten lassen. Nun sollen die Stahlbauarbeiten laufen. "Wir haben die Hoffnung, dass der Turm bis zur Saison fertig ist", sagt der Bürgermeister. Dann muss das Wasser- und Schifffahrtsamt noch die Leuchttechnik anbringen. Zusätzlich werden hier, aber auch in Twietfort, Warnzeichen installiert, die Wassersportler bei Schlechtwetter rechtzeitig auf Gefahren hinweisen sollen.

Mehr als im Zeitplan liegen derzeit die Arbeiten an der Strandstraße. "Wir sind im Vorlauf", sagt Norbert Reier. Und das, obwohl die Bauarbeiter hier auf einige Herausforderungen stießen: Beim Ausbaggern der Findlinge auf Höhe der Schleuse kam es zu einigen Sackungen. Statt Hilfsrammungen nehmen die Arbeiter deshalb jetzt gleich die Hauptrammungen vor, um Schäden zu vermeiden. Bis Ende Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. "Wir hoffen, dass wir schon zur Badewannenralley fertig sind, damit die Promenade voll genutzt werden kann", sagt der Bürgermeister. "Aber es kommt auf die Witterung an. Wir wollen das derzeitige Wetter nutzen, um schnell voran zu kommen." Das Projekt wird rund 1,3 Millionen Euro kosten.

Schnellstmöglich umgesetzt soll auch der Ausbau des Unkel-Bräsig-Weges werden. Ein Drittel des Weges ist bereist asphaltiert, nun soll der Rest folgen. Vom 450000 Euro-Projekt soll nicht nur die Landwirtschaft profitieren, sondern auch Radfahrer, die so leichter den See erreichen können, sagt Norbert Reier. Der Förderbescheid ist gerade im Rathaus eingetroffen. Die Sonderbedarfsmittel des Innenministeriums stehen indes noch aus. Dabei drängt die Zeit, denn bis Ende September soll der Weg fertig sein.

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