Wassersport : Frischen Wind in den Alltag lassen

Jasmin Lange beim Segeln mit dem Laser auf dem Plauer See.
Jasmin Lange beim Segeln mit dem Laser auf dem Plauer See.

Mehr als nur Auswendiglernen und hartes Training: Plauer Wassersportverein freut sich auf neue und vor allem auch junge Mitglieder

svz.de von
16. September 2015, 11:00 Uhr

„Es macht Spaß, man trifft neue Leute und es ist das ideale Hobby für jeden, der das Wasser liebt“, antwortet Jasmin Lange auf die Frage, was sie am Segeln so gerne mag. „Ich habe zwar erst dieses Jahr im März angefangen, aber bin durch meinem Vater schon zwei Jahre im Plauer Wassersport Verein.“

Angefangen habe sie, wie jeder, der das Segeln erlernen will, mit dem Optimist - ein etwas kleineres Segelboot, mit dem man die gelernten Grundkenntnisse dann auch auf dem Wasser umsetzen kann. „Wenn man das dann gut genug beherrscht, kann man entweder mit dem Laser oder mit dem 420er weitermachen. Für Letzteres benötigt man aber einen Segelpartner, denn so ganz alleine wird das schon sehr schwierig“, sagt sie und lacht.

Die Fünfzehnjährige hat mit 14 Jahren mit dem Optimist angefangen, was allerdings sehr schwierig war, da sie eigentlich schon zu groß dazu ist. Das beste Alter um anzufangen, ist mit sechs oder sieben. „Natürlich muss man das Seepferdchenabzeichen, etwas Mut und viel Geduld mitbringen, um aufs Wasser zu kommen. Denn Sicherheit geht vor und niemand ist vom ersten Versuch an perfekt.“

Beim Training, welches immer mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr stattfindet, werden hauptsächlich neue Techniken für die anstehenden Regatten geübt. „Wenn allerdings schlechtes Wetter ist, putzen wir die Boote oder gehen noch einmal die Theorie durch. Im Winter kann man natürlich nicht auf den See fahren. Dann machen wir mittwochs von 16.30 bis 17.30 Uhr Theorie und am Freitag von 16 bis 18 Uhr in der Halle Sport. Dort spielen wir dann Fußball oder Hockey oder müssen Sit-Ups oder Liegestütze machen, wobei mir Hockey mehr Spaß macht.“

Das An- und Absegeln entscheidet, wann „Sommer- bzw. Winterzeit“ gelten. Dieses Jahr ist das Absegeln am 10. Oktober. Dann heißt es wieder: Training in der Halle.

„Anfangs fand ich es sehr schwer, das Boot auf dem Wasser zu wenden. Jetzt gehört dies und das Raushängen bei viel Wind, also um das Boot gerade zu halten, zu meinen leichtesten Übungen. Schwieriger finde ich allerdings, mir die ganzen Vorfahrtsregeln und Knoten zu merken. Aber das bekomme ich auch noch hin“, erklärt die 15-Jährige zuversichtlich.

Die letzte Regatta, bei der sie teilgenommen hat, war die „Neptun-Regatta“ in Plau am 8./9. August. Der nächste und auch letzte Wettkampf für dieses Jahr ist der „Ein-Hand-Cup“ in Güstrow, der am 19./20. September, also dieses Wochenende stattfinden wird.

„Aber im PWV zu sein, ist nicht nur hartes Training. Es macht auch viel Spaß. Am meisten mag ich es, in meiner Freizeit mit dem Sofa zu fahren. Dies ist eine Art riesige Luftmatratze oder Luftkissen in der Form einer Couch, welche dann von einem Motorboot über den See gezogen wird“, erzählt die junge Seglerin begeistert.

Wer sich auch für das Segeln interessiert, kann einfach vorbei kommen, beim Training zuschauen und sich dann mit Holger Dahnke, dem Segeltrainer, unterhalten. Denn zurzeit sind nur vier Jugendliche im Verein, die das Segeln erlernen wollen. „Und segelbegeisteter Nachwuchs ist immer herzlich willkommen“, wirbt Holger Dahnke für seinen Sport.

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