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Parchim : „Freier Horizont“ bekommt Rückenwind aus der Region

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Bürgerinitiative „Gegenwind“ schließt sich landesweitem Netzwerk an / Infoveranstaltung am 29. September

von
erstellt am 26.Sep.2014 | 20:45 Uhr

Schon von weitem sind sie nicht zu übersehen, die gigantischen Windkrafttürme am östlichen Horizont der Kreisstadt. Für viele gehören sie längst zum Alltag. „Man muss sich wohl daran gewöhnen“, ist immer wieder zu hören. Zu denen, die sich mit der Situation nicht abfinden wollen, gehören die 15 Frauen und Männer, die seit mehr als zwei Jahren mit der Bürgerinitiative „Gegenwind“ Sturm laufen.

Am Mittwochabend hat deren Vorsitzende, Dietlind Gohle, in der Bürgerfragestunde der Stadtvertretersitzung die Chance beim Schopf ergriffen, um sich wieder in Erinnerung zu bringen. „Sorgen sie dafür, dass dem Wildwuchs der Windparks ein Riegel vorgeschoben wird“, appellierte Dietlind Gohle an die neue Stadtvertretung. „Wir haben die Sorge, dass der Windpark Parchim-Ost nach Ausweisung neuer Eignungsgebiete durch den Regionalen Planungsverband erweitert und die Kreisstadt mit den vorhandenen und neuen Anlagen in Dargelütz verschandelt wird“, so die Chefin der Bügerinitiative.

Umso wichtiger ist für die Mitglieder der Bürgerinitiative, sich im Land stärker zu vernetzen. Da kam die Nachricht aus dem Nordosten, dass sich in Neubrandenburg das Aktionsbündnis „Freier Horizont“ gegründet hat, gerade recht. Die „Vernunftbürger“ – so ihre selbst gewählte Bezeichnung – bündeln darin ihre Kräfte, um sie „einer für Mensch, Natur und Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern schädlichen Entwicklung entgegenzustellen“. Schon zur Gründung haben sich dem „Freien Horizont“ 17 Initiativen angeschlossen. „Auch wir gehören nun dazu“, sagt Dietlind Gohle.

Mit dem Vorsitzenden von „Freier Horizont“ – dem Tierarzt Norbert Schumacher – hat die Parchimerin bereits mehrfach persönlich gesprochen. „Wir liegen auf einer Wellenlänge“, ist sich Dietlind Gohle sicher. „Windparks passen nicht in unsere Naturlandschaft und machen die Lebensverhältnisse für Jahrzehnte kaputt. Es geht aber auch um die Frage, wie die betroffenen Grundstückseigentümer beim Bau von Windrädern vor der Haustür entschädigt werden können“, sagt sie.

Inzwischen haben sich Windkraftgegner aus mehreren Orten des Landkreises Ludwigslust-Parchim für die Mitarbeit im „Freien Horizont“ interessiert. Schon am Montag, dem 29. September, findet ein Treffen für Sympathisanten um 19 Uhr Am Rabensoll 14 in Parchim statt.


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