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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

24. September 2017 | 19:37 Uhr

Erleichterung : Förderschule: Standort gesichert

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Freude in Lübzer Einrichtung für Lernbehinderte: Das freiwillige zehnte Jahr darf eingerichtet werden. Die Vorbereitung auf Berufsleben steht hier ganz oben.

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Auch in unserem Bundesland wird die so genannte „Inklusion“ vorangetrieben. Sie beinhaltet, Kinder mit niedriger und höherer Lernfähigkeit nicht wie Jahrzehnte üblich voneinander getrennt, sondern erst einmal alle zunächst gemeinsam zu unterrichten und sie später aufzuteilen, um „Spätzündern“ eine Chance zu geben.

Dies hat zum Beispiel dazu geführt, dass die auf Defizite spezialisierte Förderschule für Lernbehinderte „Am Neuen Teich“ in Lübz keine Erst- und Zweitklässler mehr besuchen. Auf weiterführenden Schulen werden alle in der fünften und sechsten Klasse zusammen unterrichtet, bevor die Aufteilung erfolgt. Einige Kritiker fürchten dadurch letztlich den Untergang der Sonderschulen wie Am Neuen Teich wegen fehlender Kinder durch Inklusion. Viele – vor allem Lehrer als ebenfalls direkt Betroffene – berichten davon, dass sie sich etwa bei 25 oder 30 Schülern in einer Klasse weder um die besten noch um die schlechtesten, oft stark hilfebedürftigen Kinder kümmern könnten. Zum Vergleich: Wegen der notwendigen intensiven Förderung liegen die Klassenstärken in der Förderschule lediglich zwischen acht und 14.

Schuleiterin Silke Darnstädt freut sich eigenen Worten zufolge über die erst dieser Tage erhaltene Mitteilung, dass ihr Antrag, ein freiwilliges zehntes Jahr einrichten zu dürfen, im zweiten Anlauf bewilligt wurde. Mit dem ersten Nein hatte sich die Schule nicht abgefunden und noch einmal nachgefragt. Der Standort Lübz sei damit gesichert und gestärkt.

 

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