Plau am See : Flohmarkt mit neuem Konzept

Endlich ein Kranauto! Fotos: Horst Kamke
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Endlich ein Kranauto! Fotos: Horst Kamke

Am Samstag gab es fast 20 Verkaufsstände in der Sporthalle des Plauer Kinder- und Jugendzentrums. Die Öffnungszeiten wurden gut angenommen.

svz.de von
04. März 2018, 21:00 Uhr

„Wir haben den Fokus mehr auf Sachen für Kinder und Jugendliche als auf Babysachen gelegt“, sagte Jugendpfleger Tom Küstner zum neuen Konzept für den Flohmarkt am vergangenen Sonnabend. Damit solle eine andere Altersgruppe angesprochen werden. In der Sporthalle des Plauer Kinder- und Jugendzentrums (KiJuZ) hatten sich daraufhin fast 20 Anbieter gefunden, angelockt auch durch die Tatsache, dass keine Standgebühr erhoben wurde. Wer wollte, konnte sich dafür mit Backwerk für die Cafeteria oder einer Spende in die Kaffeekasse revanchieren.

Der Flohmarkt wird schon seit 1998 veranstaltet, zuletzt sogar jeweils zweimal im Jahr. Getreu dem neuen Konzept wurden nicht nur Sommersachen für Kleinkinder angeboten, sondern auch Spielkonsolen, Software für Computerspiele, Kinderfahrräder oder Skateboards.

Cindy Tackmann aus Plau ist schon seit vielen Jahren dabei. Sie hat eine zweijährige Tochter und einen neunjährigen Sohn, weshalb das Angebot zweigleisig ausfiel: Babysachen wie auch Kleidung für Jungen, die kurz vor der Pubertät und damit vor ihrem nächsten Wachstumsschub stehen: „Die Nachfrage ist sehr gut.“ Manchmal könne Cindy Tackmann der Versuchung nicht widerstehen und gebe das eingenommene Geld gleich wieder aus. Am Sonnabend hatte es ihr eine hölzerne Puppenstube mit viel Zubehör angetan.

Auch Jonas Kröger (13) ist ein alter Hase beim Plauer Flohmarkt. Hatte er einst auf ein Dirt-Bike gespart, hat es ihm jetzt der Mofa-Führerschein angetan.

Wer seinen Bestand nicht ausverkauft hatte, konnte ausgewählte Stücke in einem Tauschraum deponieren. Hier finden Kinder- und Jugendsachen auch außerhalb der Basarzeiten bargeldlos dankbare Abnehmer.

In der Cafeteria hatte Rilana Jock ihren Informationsstand des Familien-Informationsnetzwerks (FIN) des Landkreises aufgebaut. Für werdende Eltern oder junge Familien bot sie dort Beratungsmaterial an und stand für Gespräche zur Verfügung. Die Öffnungszeit von 10 bis 13 Uhr wurde als völlig ausreichend gelobt. Der nächste Flohmarkt für Kinder- und Jugendsachen soll am 8. September stattfinden.

Innerhalb des Hauses hat es viel Bewegung gegeben. Die DARC-Funker sind in das dritte Stockwerk umgezogen. In die freien Räume soll unter anderem eine Mädchengruppe einziehen. Erste Möbel wurden aus Palettenholz gebastelt. Jugendpfleger Küstner kann sich hier eine Schmuck-/Näh-Werkstatt oder einen Tanz- und Musik-Workshop vorstellen. Anbieter dafür werden noch gesucht. Der Raum für die Jungen soll in der Hauptsache eine Modellbau-Werkstatt werden, ein dritter jungen Archäologen vorbehalten sein. Für dieses Projekt werden noch Mitstreiter gesucht. Vom 13. bis 17. August ist eine Fahrt zum Kap Arkona geplant, wo der Plauer Altertumsforscher Fred Ruchöft die Burg eines slawischen Fürsten freilegt.


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