Marnitz : Flaggenwechsel beim Quellfest

Begeisterte: Das Landespolizeiorchester MV spielte die beiden Landeshymnen zum Mitsingen.
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Begeisterte: Das Landespolizeiorchester MV spielte die beiden Landeshymnen zum Mitsingen.

Gelungenes Jubiläum mit frischen Gesichtern im länderübergreifenden Erholungsgebiet Ruhner Berge

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05. August 2019, 05:00 Uhr

Ein frohes Gedicht von sympathischer Frauenstimme und die Begrüßung der lebendigen Maskottchen Riese Ramm und des Putlitzer Burgfräulein in der Haflinger-Kutsche von Karl-Heinz Bahr eröffneten am späten Samstagmorgen das traditionelle Quellfest der „Ruhner Berge“. Damit nahm die 20. (Neu-)Auflage dieses beliebten Sommerfestes bei angenehmstem Wetter ihren erfolgreichen Verlauf.

Immerhin hatte es sommerliche Quellfeste als jährlichen Höhepunkt der vor allem von Berlinern und Hamburgern gern genutzten Ausflugssaison in die idyllische Naturregion genau auf halbem Wege zwischen diesen beiden Metropolen bereits im vorigen Jahrhundert bis in die 60er Jahre gegeben. 1999 wurde diese Idee wiederbelebt und Hand in Hand getragen von zahllosen haupt- und ehrenamtlichen Kräften in den benachbarten Amtsbereichen Eldenburg Lübz (MV) und Putlitz Berge (Brandenburg).

Standen die bisher 19 Quellfeste zu Füßen der „Ruhner Berge“ genau wie das jährlich am 3. Advent gemeinsam von den Nachbarn zelebrierte Turmblasen am 176,8 Meter hohen Hauptgipfel noch unter der Moderation des Marnitzers Gerd Holger Golisz, so übernahm diesmal Anja Schult aus Putlitz. Es sei zwar „wie ein Sprung ins kalte Wasser ohne Rettungsring“ gewesen, meinte die junge Prignitzerin rückblickend zur Übernahme dieser anspruchsvollen Organisationsausgabe mitten im Wonnemonat Mai. Doch sei sie für die unvoreingenommene und rückhaltlose Unterstützung insbesondere durch ihren Chef, Hergen Reker, den Amtsdirektor von Putlitz Berge sowie dem ehrenamtlichen Bürgermeister von Marnitz, Hans-Jürgen Buchholz, überaus froh und dankbar.
Als neue Gesichter beim Quellfest-Jubiläum standen Anja Schult aber auch das „20. Putlitzer Burgfräulein“ Annelie v. Kietrowski und als leibhaftiger „Riese Ramm“ Bernd Elgert aus Marnitz zur Seite. Letzterer wusste vor allem mit seinem sympathisch offenen Mundwerk zu begeistern, zumal er seinen Jugendfreund Uli Felski – welcher über 18 Jahre die Sagengestalt der Ruhner Berge verkörperte – nicht nur an Statur übertraf.

„Burgfräulein“ Annelie verteilte derweil im wohl gefüllten Festzelt 300 frische Rosen von einer Gärtnerei aus der Nachbarschaft und war sich auch für Selfies mit kleinen und großen Gästen nicht zu schade. Diese ehrenvolle Wahlfunktion – welche die gelernte Krankenschwester auf Drängen ihrer Großmutter im dritten Anlauf ergatterte – sei eigentlich nichts anderes als eine Dauermodenschau und dabei aber eine tolle Gelegenheit, ihre Heimatstadt bekannt zu machen und mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Mecklenburger und Prignitzer stellten als gute Nachbarn sowohl den Großteil des Publikums als auch der kleinen aber feinen Attraktionen des bunten Markttreibens rund um die von den Jüngsten stark frequentierte Hüpfburg und den für die Größeren anziehenden Informationsstand des regionalen Energieversorgers Wemag. Vor allem einheimische Kleinproduzenten und Anbieter machten den Reiz dieses Volksfestrahmens aus.

Schließlich sei das Interesse an regionalen Produkten, Nachhaltigkeit sowie Natur und Umwelt spürbar gewachsen, stellte auch Jungjägerin Anja Schilling aus Marnitz fest. Mit dem für Jung und Alt faszinierenden „Lernmobil Natur“ des Landesjagdverbands fühle sie sich hier zwischen dem Verkaufs- und Imbisswagen des „Siebengiebelhofs“ und dem „Imkermobil“ des Bienenlandprojekts genau am richtigen Platz, meinte die Parchimer Schulsozialarbeiterin in Hobby-Mission.

Allen Beteiligten und Gästen jedenfalls schien das frische Konzept mit bewährten und nagelneuen Angeboten prima zuzusagen, darauf ließ die durchgehend frohe Stimmung beim 20. Quellfest der Ruhner Berge schließen, welche nicht nur vom exzellenten Landespolizeiorchester MV, sondern im späteren Verlauf auch mit anderen heimischen und exotischen Darbietungen befördert wurde. Dabei hatte übrigens auch Moderatorin Anja Schult noch einen umjubelten Auftritt als Teil der beliebten Samba Show „Bonita de Brazil“.

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