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Kamerateam unterwegs : Film über Heimat als Uni-Abschlussarbeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Pawel Kluth von Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf möchte Werk „Bermudadreieck Lübz – Goldberg – Plau“ entstehen lassen / Private Aufnahmen gesucht

Pawel Kluth, 1986 im russischen Tschaikowsky geboren, startet in unserer Region ein besonderes Vorhaben. Er verbrachte die ersten 16 Jahre seines Lebens in Goldberg und besuchte bis zum Umzug nach Hamburg 2003 das Lübzer Eldenburg-Gymnasium. In der Hansestadt legte der junge Mann sein Abitur ab und zog 2008 nach Berlin, wo er noch heute wohnt.

Kluth ist Student der Film- und Fernsehregie von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (ehemals Hochschule für Film und Fernsehen). „Wegen meines Interesses an Kunst und Fotografie studierte ich von 2007 bis 2010 zunächst Illustration/Kommunikationsdesign in Hamburg“, berichtet er. „Dabei begann ich mich für das bewegte Bild zu interessieren und kam so 2010 zur Ausbildung in Film- und Fernsehregie an der Filmuniversität in Potsdam/Babelsberg.“

Für sein Abschlussprojekt wird er in den kommenden Monaten in seiner Heimatregion weilen, wo eine phantasiereiche filmische Hommage an den Ort seiner Kindheit und Jugend entstehen soll – ein Essay über die mecklenburgische Provinz, eine Notiz zutatsächlichen Vorkommnissen und möglichen Begebenheiten, ein Portrait von Menschen und Landschaft. In dieser Gegend lebende Anwohner und ihre
Geschichten zeichnen ein wundersames Bild der Region Lübz – Goldberg –
Plau. Das Vorhaben trägt den Arbeitstitel „Das Bermudadreieck Lübz – Goldberg – Plau“.

Für den Diplomfilm-Dreh werde der 29-Jährige ihm zufolge fiktionale Geschichten und dokumentarische Szenen zu einem Langfilm verweben, der nicht nur von der Gegenwart, sondern auch von der Vergangenheit erzählt und in dem seine subjektiven Erinnerungen genauso Platz finden werden wie Lebensgeschichten von den Menschen vor Ort.

Sowohl in den Entstehungsprozess des Projektes als auch in den fertigen Film wolle man sehr gern persönliche (Lebens)Geschichten von Ansässigen oder Anekdoten von Erlebnissen integrieren. Dabei spiele vorerst keine Rolle, wie außergewöhnlich oder alltäglich diese sind. „Jede und Jeder in der Region ist mit seiner Geschichte willkommen, wobei wir natürlich erst mit den nächsten Arbeitsschritten abschätzen können, welche Menschen und Geschichten in den Film integriert werden können“, sagt Co-Produzent Christian Koch. „Genauso sind wir auf der Suche nach Filmaufnahmen jeglicher Art aus privaten Archiven, die in der Region entstanden sind – egal, ob Handyvideos, BetaVideo, VHS, Super 8 oder Super16. Von Hochzeits- bis zu Jagdaufnahmen, von mit einer Kamera dokumentierten Dorffesten bis hin zu historisch bedeutsamen Ereignissen: Wir sehen uns jegliches Material, das uns zur Verfügung gestellt wird, sehr gerne an.“ Wer in Kontakt treten möchte, meldet sich am besten unter der Mail-Adresse kluthpawel@gmail.com.

Unabhängig von der für einen Außenstehenden auf den ersten Blick unvereinbaren Größe beider genannten Städte sagt Kluth, dass es für ihn schön sei, „ab und zu mal wieder in Goldberg zu sein“. Wann genau man damit anfange, den Film zu drehen, hänge auch davon ab, was die Bevölkerung an privaten Aufnahmen wie oben genannt zur Verfügung stellt. Los gehen – so der Plan – soll es in der dritten Augustwoche, wobei Wolfgang Kring während der Vorbereitungen seiner Apache – Live - Show
in Neu Damerow begleitet wird.

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erstellt am 23.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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