Alles up Platt : Fiek’n hätt schräben…

Insgesamt zwölf Hefte sind in der Fiek’n-Reihe erschienen.
Insgesamt zwölf Hefte sind in der Fiek’n-Reihe erschienen.

Förderverein Kirche Kuppentin startet Herbstvortragsreihe. Zum Auftakt Kuno Karls aus Hagenow erwartet

svz.de von
21. September 2017, 05:00 Uhr

Der Förderverein Kirche Kuppentin e.V. lädt zu seinen diesjährigen Herbstvorträgen herzlich ins Pfarrhaus nach Kuppentin ein. Den Anfang macht am Mittwoch, dem 27. September, um 19 Uhr ein seit Jahren beliebter plattdeutscher Abend. In diesem Jahr wird der frühere Augenoptikermeister und nach wie vor rührige Stadtchronist Kuno Karls aus Hagenow zu Gast sein. Und alle Freunde des Platt sind dazu herzlich eingeladen.

Karls und der 1987 verstorbene Bäckermeister und Museumsführer Ernst Schneider begannen 1970 Geschichten zu sammeln, die sich die Einheimischen erzählten, keine großen historischen Ereignisse, sondern eher regionalgeschichtliche Histörchen.

Die beiden Männer saßen damals fast täglich nach Feierabend zweieinhalb bis drei Stunden an der Erika- Schreibmaschine, gingen zu Leuten ins Haus, bekamen Fotos und gaben ihre Geschichten zunächst samstags der SVZ zur Veröffentlichung.

Das 1. Heft der Reihe, der sie den Namen „Fiek’n hätt schräben ut Hagenow“ gaben, erschien am 11. Oktober 1982. Karls und Schneider wählten für ihre Sammlung den Titel einer alten Mecklenburger Polka. Der Hintergrund besagt, dass eine Dienstmagd namens Sophie Anfang des 19. Jahrhunderts aus ihrem Dorf ins weit entfernte Hagenow in Stellung ging. Da sie höchst selten nach Hause kam, schrieb sie ihrer Mutter häufig Briefe über ihre Erlebnisse in der „großen“ Stadt. Diese Briefe las die Mutter dann im Dorf vor und wenn die Leute ungläubig fragten: „Is dat denn ok wohr ?“, dann antwortete die Mutter: „Na, wat’ne Frag’. Fiek’n hätt’ doch schräben ut Hagenow.“

In zuweilen vergnüglicher Weise, aber nie langweilig, ist in den „Fiek’n-Heften“ eine Darstellung gewählt worden, in der nicht streng wissenschaftlich, aber immer mit Herz und Verstand erzählt wird.

Durch ihren besonderen Charme und Witz sind die bisher erschienenen zwölf Hefte eine höchst amüsante Art, etwas über die Griese Gegend zu erfahren.

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