Show : Feuerwerk närrischen Lebens

Die Showtanzgruppe MFG (Abkürzung für Mit freundlichen Grüßen) bei ihrer Darbietung Tanz „Holla, die Waldfee'   Fotos: Michael-Günther Bölsche
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Die Showtanzgruppe MFG (Abkürzung für Mit freundlichen Grüßen) bei ihrer Darbietung Tanz „Holla, die Waldfee" Fotos: Michael-Günther Bölsche

Goldberger Karnevalclub lud unter Motto „Die Arche Noah ist zu Gast in unserem Karnevalspalast“ zu erster öffentlicher Sitzung ein

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30. November 2014, 22:00 Uhr

Mit dem aktuellen Motto „Die Arche Noah ist zu Gast in unserem Karnevalspalast“ haben die Goldberger Narren ins Schwarze getroffen. Die Turnhalle der Walter-Husemann-Schule war kaum wiederzuerkennen. Ob die Halle selbst oder die sozialen Bereiche – alles war bestens saniert und überall war von den Besuchern viel Lob zu hören. Auch wenn diese neue Halle erst am kommenden Sonnabend ab 13 Uhr offiziell eingeweiht wird, so durften die Mildenitzer ihre erste öffentliche Sitzung bereits darin zelebrieren.

Der Elferrat mit seinem Präsidenten Detlev Dahl beschritt nach dem Aufruf des erfahrenen Conférenciers Andreas Winkler einzeln die Bühne, um dann dem närrischen Volk gleich zwei Prinzenpaare vorzustellen: Zum einen das scheidende Paar Melanie I. mit ihrem Toni I. und sie konnten in dieser noch jungen 22. Session mit Svetlana I. und Maik III. ein auch neues präsentieren. Maik III. hatte mit seiner Rede ans närrische Volk sich und seine Prinzessin als Kenner der Materie präsentiert. Ganz aktuelle Dinge aus der Mildenitzstadt und seiner Umgebung waren die Themen, die in Versform, fast wie eine Büttenrede, geboten wurden.

Nach diesem sehr unterhaltsamen Auftakt war das Publikum gespannt, was auf der Goldberger Arche Noah alles Platz fand und sich präsentieren durfte. Es wurde zu einem wahren Feuerwerk des närrischen Lebens. Die Garden sprühten vor Auftrittslust und es wäre fatal, irgendeine Gruppe heraus zu nehmen. Die Gardetänze der Minis, der Prinzen- oder der Funkengarde in den traditionellen Kostümen waren geprägt von Gleichmäßigkeit der Bewegungen sowie hohen Sprüngen und der verdiente Applaus war ihnen sicher. Nicht immer leicht ist es, ganz allein auf der Bühne zu agieren. Sie wirkt dann noch größer, aber Tanzmariechen Hannah füllte mit ihrem Solotanz diese Fläche ideal aus, tanzte, sprang und drehte sich, dass es nur eine Augenweide war. Bevor das Tanzpaar Claudia und Romina seinerseits seine Kür zeigte, sammelten der Elferrat und das neue Prizenpaar während einer Schunkelrunde Geld für den Sommer ein. „Es ist eine gute Tradition, dass wir beim Karneval bereits an den Kindertag am 1. Juni denken und für dieses Fest Geld sammeln“, so Conférencier Andreas Winkler, der wieder wie gewohnt durch das Programm führte.
Die Minigarde eröffnete den Reigen der Showtänze und zeigte einen aus der vergangenen Session, als sie auf einem fremden Planeten landete. Es ist erstaunlich und fordert den Applaus heraus, wenn man sieht, mit welcher Hingabe die Kleinsten ihren Part absolvieren, wie sie sich gegenseitig puschen und die einstudierten Schrittfolgen abarbeiten. Dass die Showtänze nach diesem Auftritt unterbrochen wurden, hatte auch seinen guten Grund. Es ist in der Mildenitzstadt Tradition, verdiente Mitstreiter und Unterstützer mit dem Titel „Goldener Narr“ zu ehren. In diesem Jahr wurden mit Maren Quasdorf und Melanie Pieper zwei Muttis geehrt, die sich im besonderen Maße bei der Minigarde engagieren. „Sie sind immer zur Stelle, wenn man sie braucht, helfen den Lütten bei fast allen Dingen und sind sehr gute Betreuer“, würdigte Präsident Dahl das Engagement der beiden Muttis, während das Prinzenpaar die Ehrung vornahm.

Schlag auf Schlag folgten die weiteren Showdarbietungen. Angesichts der Leistungen war nur zu erahnen, wie viele Stunden, Tage und Wochen intensives Proben dem Erfolg vorausgingen und wie hart Trainer und Tänzer für die jeweilige Show arbeiteten. Hinzu kamen die sehenswerten Kostüme. Immer wieder forderte das Volk Zugaben und machte so deutlich, dass die Tänze besten Anklang fanden. Ob es das „Fitnesstraining“ der Funkengarde oder die „MFG-Gruppe“ (Mit freundlichen Grüßen) war, die mit „Holla, die Waldfee“ aufwartete – das Leben auf einer Arche muss sehr schön gewesen sein.

Und was war die Krönung im Jahre 2014? Natürlich die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und die Prinzengarde war scheinbar noch voll im WM-Fieber. Mit ihren brasilianischen Rhythmen holte sie die Begeisterung vom Sommer in die Goldberger Turnhalle und man tanzte „Samba unterm Zuckerhut“.

Die neue Halle, die in der Tat ein Palast geworden ist, hat mit diesem närrischen Auftakt auch ihre verdiente Krönung erhalten, auch wenn die offizielle Übergabe erst am Sonnabend starten wird.

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