brandeinsatz : Feuerwehr verhindert Großbrand

Das Feuer war auch auf das Vordergebäude, einer Garage mit ausgebauten Dachgeschoss, übergegriffen.   Fotos: sabrina panknin
1 von 3
Das Feuer war auch auf das Vordergebäude, einer Garage mit ausgebauten Dachgeschoss, übergegriffen. Fotos: sabrina panknin

Schuppen und Garage sind in der Lübzer Jahnstraße gestern niedergebrannt, zum Übergreifen auf das Wohnhaus kam es nicht

von
05. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Mehrmals soll es geknallt haben, erzählen Nachbarn aus der Lübzer Jahnstraße am gestrigen Vormittag. Ein Schuppen steht lichterloh in Flammen. Das Feuer hat schnell auf das Vordergebäude, einer Garage mit ausgebautem Dachgeschoss, übergegriffen. „Immer wieder hat es geknallt. Doch was sollten wir tun? Das Wasser in den Gärten ist jetzt ja ausgestellt“, erzählt Hans-Jürgen Hennings.

Gegen 9.48 Uhr werden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Lübz und Granzin-Greven alarmiert. Schnell sind die Männer vor Ort – einsatzbereit zum Löschen. Die Hausbewohner, ein älteres Ehepaar, hat es noch rechtzeitig aus dem vorderen Wohnhaus geschafft. Das Rettungsteam aus Plau am See wird ebenfalls informiert, kümmert sich um das Ehepaar. „Wir werden bei einem Wohnhausbrand immer vorsorglich informiert. Den beiden geht es gut“, erzählt Rettungsassistent Gregor Paschke.

Mit insgesamt 29 Kameraden der beiden freiwilligen Wehren sowie der Löschgruppen Broock und Lutheran bekommen die Feuerwehrkameraden das Feuer unter Kontrolle. Dicke, schwarze Rauchwolken verhängen den Lübzer Himmel. Immer wieder flammt das Feuer auf, in der Garage steht noch der Pkw der Hausbewohner. Der Motorraum brennt, ist nur schwer zu löschen. „Wir haben hier jetzt noch zu viel Wasser. Später können wir das Auto mit Schaum löschen“, gibt Einsatzleiter Danilo Urbutat seinen Kameraden Anweisungen. „Unser Hauptaugenmerk lag auf dem Brand, den schnell unter Kontrolle zu bekommen“, so Urbutat weiter.

Über Funk bekommen die Feuerwehrkameraden den Hinweis, dass aus Sicherheitsgründen das Gas im Haus abgestellt ist. Auch Elektromonteur Andreas Ex von den Stadtwerken Lübz ist vor Ort. „Wir werden von der Leitstelle auch informiert, um vielleicht den Strom abzustellen. Wasser und Strom verträgt sich nicht“, erklärt Andreas Ex. Strom musste allerdings nicht abgestellt werden.

Immer wieder wechseln sich die Atemschutzgeräteträger ab, um das Feuer zu löschen. „Wir haben jeweils zwei Trupps mit Atemschutz im Einsatz, die wechseln sich ab, sobald die Sauerstoffflasche leer ist“, erläutert Danilo Urbutat, stellv. Wehrführer der Lübzer Feuerwehr. Um alle Glutnester auszumachen, arbeiten die Feuerwehrmänner mit einer Wärmebildkamera. Da das Feuer immer wieder auflodert, müssen die Kameraden einen Teil des Garagendachs abdecken, um sicher zu gehen, dass es in dem Bereich des Gebäudes nicht mehr brennt.

Warum das Feuer in dem Schuppen ausgebrochen ist, wird jetzt die Kriminalpolizei herausfinden müssen. Neben der Polizei und den Feuerwehren sowie Löschgruppen waren auch zwei RTW im Einsatz, um die rettungsdienstliche Betreuung der Hausbewohner sowie der Feuerwehrkameraden zu sichern. Der Einsatz dauert mehrere Stunden an, die Jahnstraße ist zeitweise gesperrt. Der Schaden wird auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen