Großeinsatz der Polizei : Feuer in Lübzer Dachwohnung

Vor allem aus den Dachfenstern drang immer wieder schwarzer Qualm.  Fotos: Ilja Baatz
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Vor allem aus den Dachfenstern drang immer wieder schwarzer Qualm. Fotos: Ilja Baatz

Insgesamt 43 Hilfskräfte in Großeinsatz eingebunden. Nach erster Schätzung der Polizei rund 500 000 Euro Schaden

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04. September 2017, 18:44 Uhr

Am Montagmorgen um 9.42 Uhr gab es in Lübz Sirenenalarm. Grund: Bei der Leitstelle ist die Meldung eingegangen, dass aus den Fenstern einer Dachwohnung im zweiten Obergeschoss in der Kreiener Straße Rauch quillt.

Nur wenige Minuten später ist die Lübzer Feuerwehr mit dem ersten Tanklöschfahrzeug vor Ort. Die Polizei hat die Straße am Ziegenmarkt zu diesem Zeitpunkt bereits gesperrt. Kurz nacheinander treffen allein aus Lübz insgesamt fünf Fahrzeuge mit 20 Kameraden ein. Mittlerweile dringt schwarzer Qualm aus den zur Straße zeigenden Gaubenfenstern und durch die Dachpfannen des Reihenhauses – auf voller Breite. Eine große mögliche Gefahr ist zu diesem Zeitpunkt bereits gebannt: Zwei Mitarbeiter der Stadtwerke haben sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung abgestellt. Alle Bewohner und Nutzer des Hauses – im Erdgeschoss befindet sich eine Arztpraxis – haben es rechtzeitig verlassen können. „Beide Bewohner, die sich bei Ausbruch des Brandes in ihrem Zuhause befanden, wurden ambulant medizinisch versorgt“, so Einsatzleiter Danilo Urbutat.

Wasserschläuche sind blitzschnell verlegt und nach kürzester Zeit stehen auch die ersten Atemschutzträger bereit. Durch das auf der rechten Seite gelegene Treppenhaus machen sie sich auf den Weg bis nach oben. Bald darauf spritzt Wasser in langen Fontänen durch die Dachpfannen auf die Straße und der Qualm wird weiß – für alle ein gutes Zeichen, weil dies zeigt, dass löschendes Wasser verdampft, Feuer aus ist. Doch mittlerweile wüten die Flammen an der höchsten Stelle des Dachstuhls – ein Bereich, der von unten nicht zu erreichen ist. Deshalb wird schnell entschieden, die Drehleiter der Parchimer Feuerwehr anzufordern, von der aus die Dachpfannen über dem Brand auf der Rückseite des Hauses entfernt werden, um den Brand besser bekämpfen zu können. Aus Parchim waren elf Kräfte mit drei Fahrzeugen in Lübz. Sie konnten gegen 12 Uhr wieder abrücken. Nach dem eigentlichen Löscheinsatz halfen mehrere Kameraden noch dabei, unter anderem Akten aus der Arztpraxis zu bergen.

Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt zur Brandursache.

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