Hoher Schaden : Feuer ging von der Küche aus

Beim Brand in Weisin am Sonntagnachmittag kam auch die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Plau am See zum Einsatz.   Fotos: michael-günther bölsche
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Beim Brand in Weisin am Sonntagnachmittag kam auch die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Plau am See zum Einsatz. Fotos: michael-günther bölsche

Fazit des Brandes in einer Weisiner Doppelhaushälfte: 120 000 Euro Schaden. 46 Feuerwehrkameraden waren im Einsatz

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03. August 2015, 19:15 Uhr

Ein Feuer hat am Sonntagnachmittag in Weisin eine Doppelhaushälfte vernichtet (wir berichteten gestern kurz). Dabei entstand ein Schaden von etwa 120 000 Euro, Personen wurden nicht verletzt.

Es war gegen 15 Uhr, als in der Region die Feuerwehren zum Einsatz gerufen wurden. Umgehend eilten die Kameraden aus Passow, Werder und Lübz sowie in den beiden Löschgruppen Broock und Lutheran zu ihren Gerätehäusern. „Ob es bei der Wärme ein Flächenbrand ist“, fragte sich mancher, doch laut Alarmmeldung der Schweriner Leitstelle ging es um einen Dachstuhlbrand in Weisin. In der dortigen Lindenstraße war die rechte Seite einer Doppelhaushälfte in Brand geraten, der Rauch war weithin zu sehen.

Umgehend wurde mit den Löscharbeiten begonnen. Während die Kameraden aus Lutheran die Löschwasserentnahme aus dem nur einige Meter hinter dem Grundstück gelegenen Weisiner See einrichteten, löschten andere unter Atemschutz mit dem Wasser aus den Tanklöschfahrzeugen. Mittels Leiter ging es auf das Dach und während des Löschens wurden die ersten Ziegel entfernt, um besser an die Glutnester zu kommen. Einsatzleiter Danilo Urbutat entschied, dass zusätzlich eine Drehleiter benötigt wird. „Die Dachlatten sind durch das Feuer angegriffen und es besteht die Gefahr, dass sich Kameraden verletzten, wenn sie sich darauf bewegen“, lautete seine Einschätzung. So wurden auch die Kameraden aus Plau am See alarmiert und bis dahin wurden die Steckleitern genutzt.

Neben den Einsatzkräften der Feuerwehr war auch ein DRK-Rettungstransportwagen im Einsatz. „Dies haben wir zur Sicherstellung angefordert, falls sich bei dem Einsatz jemand verletzt, ist sofort fachliche Hilfe vor Ort“, hieß es zur Begründung. Zum Glück wurde dieses Team nicht benötigt. Auch die Personen, die zur Zeit die Haushälfte nutzt, blieben unverletzt. Die Eigentümerin selbst weilt derzeit in Spanien, während Familienangehörige die Haushälfte nutzten. Sie kommen vorübergehend in einem anderen Gebäude auf dem Grundstück unter.

Wie SVZ vor Ort erfuhr und die Polizei mittlerweile bestätigt, soll das Feuer in der Küche ausgebrochen sein. Möglicherweise hat es  sich  durch die Dunstabzugshaube in den Dachstuhl bewegt und diesen in Brand gesetzt. Die rechte Haushälfte wurde komplett vernichtet und auch die linke Haushälfte ist durch Löscharbeiten in Mitleidenschaft gezogen worden. Um auch jedes Glutnest erfassen und löschen zu können, wurde die Wärmebildkamera eingesetzt.

Beamte des Kriminaldauerdienstes haben noch am Sonntag erste Ermittlungen eingeleitet; zur weiteren genauen Brandursache hat gestern ein Brandsachverständiger seine Arbeit aufgenommen. Die erste vorläufige Schätzung des Schadens lautet etwa 120 000 Euro.

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