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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 17:13 Uhr

Ärger : Fehlverhalten einiger schadet allen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Abfall an Wertstoffcontainern abzuladen zieht höhere Müllgebühren nach sich / Farbschmiererei kein Kavaliersdelikt, sondern Straftat

svz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Hinter den Wertstoffcontainern an der ins Neubaugebiet führenden Straße sieht es tatsächlich nicht mehr so schlimm wie noch vor nur drei Tagen aus. Da türmten sich an dieser Stelle mehrere Kubikmeter Müll aller Art – vom Sack mit gebrauchten Binden und Windeln über ein Toilettenbecken bis zum nicht mehr gewollten Fernseher. Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes in Lübz, erklärt die Veränderung: „Das Unternehmen, das die Container entleert, entfernt regelmäßig auch den daneben hingeworfenen Dreck. Damit ist das Problem jedoch nicht aus der Welt, denn die Verunreinigungen müssen zur Deponie gebracht und die dortige Entsorgung muss teuer bezahlt werden. Außerdem hat der Mitarbeiter länger zu tun als es sein müsste, so dass auch seine Leistung mehr Geld kostet.“ Letztlich schade das Fehlverhalten jedem, weil es die Müllgebühren steigen lasse, was den Verursachern offenbar nicht klar sei. „Sie denken kurz und für sie gilt: Ich bin es los und gut“, sagt Rosenfeldt.

So schlimm wie noch vor ein paar Jahren, als zum Beispiel auch Unmengen gefüllter gelber Säcke und kübelweise Essensreste offensichtlich durch einen professionellen Versorger an den Containern abgekippt wurden, sei es zumindest gegenwärtig nicht mehr, doch Probleme gebe es nach wie vor immer wieder. Dankbar sei das Amt dafür, wenn Verunreinigungen gemeldet werden. Mit dem Landkreis habe man vereinbart, dass die Stadt Müllhaufen bis zu einer Größe von einem Kubikmeter selbst abfährt, alles darüber hinaus Gehende durch die in Parchim ansässige Verwaltung beseitigt wird. „Doch egal, ob wir unseren Bauhof einsetzen oder der Kreis einschreiten muss: Unnötig Geld kostet alles“, so der Amtsleiter. Das Schlimmste, was er selbst vor ein paar Jahren erlebt und ihn nahezu sprachlos gemacht habe, war ein hoch mit Müll bepackter, vor dem Friedhof abgestellter, für nichts anderes mehr zu gebrauchender Pkw-Anhänger. Den klemmte Rosenfeldt damals an sein Auto und brachte ihn selbst zur Deponie. Weil die Täter die Fahrgestellnummer entfernt hatten, blieb die Suche nach ihnen erfolglos.

Eine weitere Unart sei, Kartons nicht zu falten/zu zerlegen und sie in den Container zu stecken, sondern einfach daneben abzustellen, weil sie nach längerer Durchweichung kein Rohstoff mehr sind und ebenfalls in den Müll wandern. Das kann leicht mit dem gesamten Inhalt passieren, wenn zuviel Plastik mit eingeworfen wird.

Das Bürgeramt ist unter anderem für alle Fragen zuständig, die die allgemeine Ordnung betreffen. Sichtlich verärgert ist der Leiter über Vandalismus am Bahnhof, wo bisher Unbekannte die seinerzeit für viel Geld angeschafften, auf Aluminiumplatten gedruckten Stadtpläne mit schwarzer Farbe beschmiert haben: „Wir werden deshalb Anzeige erstatten. Wer so etwas tut, sollte wissen, dass hier der Vorsatz ganz klar gegeben ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnungsdwidrigkeit, sondern um eine Straftat, mit der sich der Staatsanwalt beschäftigt.“

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