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Einsatz für Südbahn : Fakten sprechen nicht gegen Bahn

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Lübz’ Bürgermeisterin und Amtsleiter unterstützen offen den weiteren Kampf gegen die geplante Teilschließung.

svz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 22:00 Uhr

Ein Hauptthema der letzten Kreistagssitzung, die in Ludwigslust stattfand, war die durch CDU und Linke eingebrachte Beschlussvorlage zum Erhalt der Südbahn. Sie wurde über alle Parteigrenzen hinweg mit 48 Ja- und neun Gegenstimmen bei vier Enthaltungen angenommen. Gerd Holger Golisz, CDU-Abgeordneter im Kreistag, hat die Vorlage mit ausgearbeitet. Ungeachtet mancher öffentlich vertretener Positionen, die Oberflächlichkeit verrieten, was die Beschäftigung mit dem Thema Südbahn angehe, müsse man hervorheben, dass eine ganze Region um den Erhalt des Streckenabschnittes von Lübz nach Malchow kämpfe, sagt er. Unterschiedliche Interessenten stünden geschlossen und sogar über alle parteilichen Grenzen hinweg – was nicht oft passiere – für den Erhalt. Ebenfalls in diesem Sinne hätten sich die betroffenen Städte und Gemeinden, der Kreistag Ludwigslust-Parchim sowie die Planungsverbände Westmecklenburg und Mecklenburgische Seenplatte ausgesprochen. Trotzdem halte die Landesregierung an der Stilllegungsabsicht fest. Golisz: „Über soviel Ignoranz kann man nur den Kopf schütteln. Aber gerade aus diesem Grund war die erneute Beschlussfassung im Kreistag meines Erachtens sehr notwendig. Wer, wenn nicht er, sollte sich dieses wichtigen Themas weiter annehmen?“ Es gehe darum, trotz aller Schwierigkeiten nichts unversucht zu lassen, eine Lösung zu finden.

Auch Lübz’ Bürgermeisterin Gudrun Stein hat sich nach der Kreistagssitzung zu Wort gemeldet. „Es ist ganz und gar nicht so, dass die Fakten klar gegen die Weiterführung der Bahnlinie sprechen“, sagt sie. „So sind zum Beispiel die Fahrgastzahlen zwischen Lübz und Parchim deutlich höher als etwa zwischen Hagenow und Ludwigslust.“ Bei Geldknappheit alles auf den Prüfstand zu stellen, sei sicher richtig. So gebe es unter anderem die Bereitschaft, die Notwendigkeit aller gefahrenen Verbindungen zu begutachten. „Und eine Stilllegung ist auch nicht kostenlos!“, so Gudrun Stein.

 

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