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Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide : Fachmännische Waldpflege mit dem Forstamt Sandhof

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das ist auch für Kleinwaldbesitzer jetzt möglich / Forstamtsleiter Frank Zerbe weist aber noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass kein Raubbau betrieben werde

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2014 | 09:00 Uhr

Inmitten des Naturparks Nossentiner/Schwinzer Heide liegt das Forstamt Sandhof und umfasst rund 17 000 Hektar. Besonders gut kennt sich hier Frank Zerbe aus, denn er ist Leiter des Forstamtes Sandhof, das sich auf sechs Reviere aufteilt. Gemeinsam mit seinen Mitarbeitern bewirtschaftet er die Wälder in der Region. Dazu gehört auch, das unter die Arme greifen bei den Kleinwaldbesitzer. „Für Privatwaldbesitzer ist es oft schwierig, Erträge aus ihrem Wald zu generieren. Deshalb bieten wir jetzt die Dienstleistung der Waldpflege und der Durchforstung an“, erklärt Sandhofs Forstamtsleiter Frank Zerbe. Im dem rund 17 000 Hektar großen Gebiet haben die Forstmitarbeiter zwei große Schwerpunkte: Zum einen ist es Krakow am See, die Stadt selbst, und vier weitere Privatwälder. Zum anderen sind es die Gebiete in Sehlstorf und Benthen sowie fünf Kleinwaldbetriebe.

„Gemeinsam mit dem Privatwaldbesitzer erstellen wir eine Erlös- und Kostenkalkulation, schauen uns vor Ort den Pflegezustand an und entscheiden dann, welche Bäume gefällt werden“, erläutert Frank Zerbe die Vorgehensweise dieser Dienstleistung. Wichtig ist dem Forstamtsleiter auch, dass Kleinwaldbesitzer mit dieser Aktion die Gelegenheit bekommen, einmal Erträge aus ihrem Wald zu generieren, um alle Kosten tragen zu können. Außerdem solle ein Wald gesund sein, um weiter wachsen zu können. Deshalb müsse alle zehn Jahre durchforstet werden, verdeutlicht der Forstamtsleiter weiter.

Doch nicht nur in diesem Gebieten wird derzeit im Forstamtsbereich Sandhof durchforstet, sondern auch an anderen Stellen. Das Kiefernholz aus der Schwinzer Heide ist deutschlandweit gefragt, denn es hat eine sehr gute Qualität. Bei einer Auktion in Niedersachsen wird das Holz gewinnbringend versteigert. „25 Festmeter Holz liefern wir nach Niedersachsen, dort können sich die Käufer das Holz anschauen und ein Gebot abgeben“, erklärt Frank Zerbe.

Doch noch immer haben Forstbetriebe und -ämter Probleme mit Vorurteilen. „Uns wird häufiger vorgeworfen, dass wir immer mehr abholzen. Doch wir holen nicht nur Holz aus dem Wald raus, sondern forsten auch auf.“ Hinzu komme, dass mehrere Bäume auch den natürlichen Tod sterben. „Zwei bis fünf Bäume pro Hektar bleiben stehen und sterben den natürlichen Tod“, so Frank Zerbe. In Zahlen ausgedrückt, wird die Aufforstung noch einmal deutlicher. „70 Hektar pro Jahr wird aufgeforstet. Wir tragen zur Naturverjüngung bei. Das ist mir sehr wichtig, schließlich will ich unseren Nachfolgern einen ebenso guten und gesunden Wald hinterlassen, wie ich ihn einmal vorgefunden habe.“

Des Weiteren werden die Forstämter von unabhängigen Ämtern regelmäßig überprüft – und erhalten das PEFC-Zertifikat, wenn alles in Ordnung ist. Dieses Zertifikat steht für „Programm für die Anerkennung von Waldzertifizierungssystemen“, d.h. ein Forstamt mit diesem Siegel, verfolge das weltweite Ziel, zur Verbesserung der Waldnutzung und Waldpflege. „In den vergangenen Jahrzehnten hat bei uns nie die Gefahr bestanden, dieses Zertifikat zu verlieren. Wir betreiben mit unserer Forstwirtschaft keinen Raubbau“, verdeutlicht Frank Zerbe noch einmal eingehend.

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