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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 00:09 Uhr

Noch mehr Strom : Facelifting im Windpark Plauerhagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Rostocker Entwickler stellt „Zwillingsreihe“ fertig. Im Rahmen des Repowering läuft Bau-Antrag beim Stalu in Schwerin

von
erstellt am 22.Feb.2017 | 19:00 Uhr

Der Rostocker Windparkentwickler eno energy GmbH ist momentan dabei, die zweite Sechserreihe im Windpark Plauerhagen fertigzustellen. Alle sechs Räder wieder vom Typ eno 114 3,5 MW. Die Gesamtleistung des Windparks wird am Ende bei 58,4 MW liegen. Die acht bereits 2010 errichteten „eno 82“ mit einer Nabenhöhe von je 101 Metern und jeweils 2,05 MW Nennleistung gelten übrigens als sogenannter Bestandspark. Auf 127,5 Meter Nabenhöhe kommen die zwölf „Mühlen“ neueren Datums, die im Spalier und in einem kompakteren Windparklayout nach dem (eno)up.site-Prinzip stehen.

Anstelle der sieben inzwischen zurückgebauten alten Zweiflügler-Windenergieanlagen planen die Rostocker die Errichtung von zwei eno 126 mit 97 Metern Nabenhöhe. Im Rahmen des sogenannten „Repowerings“ läuft das Genehmigungsverfahren dafür derzeit beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) in Schwerin. Voraussichtlich Anfang März wird die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolgen.

Die Gemeinde habe für dieses Vorhaben ihrerseits bereits grünes Licht signalisiert, sagt Bürgermeister Steffen Steinhäuser. Allerdings nicht, ohne im Vorfeld das Gutachten zum Schallschutz und Schattenwurf einzusehen und in den zuständigen Ausschüssen zu beraten. Das Gutachten weist mit maximal 0,2 Dezibel eine kaum hörbare bzw. bemerkbare Abweichung beim Schall aus. Schattenwurf-Sensoren sollen überdies sicherstellen, dass die Räder immer dann abgestellt werden, wenn die Schatten der Rotorblätter bis ins Dorf fallen.

Leicht macht sich die Gemeinde die Entscheidungen nicht. Doch beide Windparks - sowohl der eno-Park Plauerhagen als auch der UKA-Park in Barkow – spülen über Gewerbesteuer und Infrastrukturabgabe keine unbeträchtlichen Summen in die Gemeindekasse. „Ohne die Parks und darüber hinaus die Unterstützung seitens eno und UKA würden wir unter den heutigen Bedingungen wahrscheinlich nie aus den roten Zahlen rauskommen“, so Barkows Bürgermeister. In Richtung Landkreis, Land und Bund setzt er hinzu: „Doch ist es traurig, dass Kommunen zu solchen Projekten gezwungen sind, um finanziell überleben zu können. Für uns ist seit Jahren eines klar: Mit der normalen Finanzausstattung könnten wir noch nicht einmal unsere Pflichtaufgaben sichern, geschweige denn ansatzweise etwas für unsere Bürger tun. Und das nächste FAG kommt.“

Die gute und enge Zusammenarbeit zwischen den Rostockern und der Gemeinde wird übrigens am 29. April manifestiert. An diesem Tag nämlich lädt die eno zum Windparkfest nach Plauerhagen. Dazu demnächst mehr.

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