fachtagung : Experten suchen Lösungen für Pflege

Eine Frau streichelt einen Kuschelroboter. Die Diagnose Demenz bedeutet für Betroffene und Angehörige eine drastische Veränderung des Alltags.
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Eine Frau streichelt einen Kuschelroboter. Die Diagnose Demenz bedeutet für Betroffene und Angehörige eine drastische Veränderung des Alltags.

Fachtagung zur Weiterentwicklung des Pflegesozialplans fand in Parchim statt

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15. Juli 2014, 22:00 Uhr

Ist die Versorgung an Einrichtungen und Diensten im Bereich Pflege im Landkreis Ludwigslust-Parchim ausreichend? Diese und ähnliche Fragen zur pflegerischen Versorgungslandschaft des Landkreises wurden kürzlich während der Fachtagung zur „Umsetzung der wissenschaftlichen Begleitung der Pflegesozialplanung im Landkreis Ludwigslust-Parchim“ im Landratsamt Parchim kritisch erörtert.

Nachdem das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) im vergangenen Jahr den Pflegesozialplan erstellt hatte, galt es nun während der Fachtagung, Ziele weiterzuentwickeln und die mögliche Umsetzung voranzutreiben. Unter den 60 Vertretern der Städte und Ämter, der Träger von Dienstleistungen und Einrichtungen, der Pflegekassen, der Kassenärztlichen Vereinigung, Seniorenvertreter sowie weitere Akteure saß auch Lutz-Christian Schröder, Prokurist bei der Diakoniewerk Kloster Dobbertin gGmbH. „Ich begrüße, dass der Landkreis so etwas auf den Weg gebracht hat. Der Anfang ist auf jeden Fall gemacht“, sagte Lutz-Christian Schröder auf SVZ-Anfrage.

Dr. Dietrich Engels vom ISG stellte die Ergebnisse des Pflegesozialplans 2013 vor und skizzierte mögliche Ansätze. In allem gehe es um den Ausbau der vorstationären Versorgungsangebote, um im Sinne des Grundsatzes „ambulant vor stationär“ den Bedarf an stationärer Pflege möglichst gering zu halten. Dies erachtet Lutz-Christian Schröder als fatalen Fehler. „Wir finden schon jetzt nicht immer Menschen in der Nachbarschaft, die dazu bereit sind, andere zu pflegen. In städtischen Bereichen wird es noch schwieriger“, so der Prokurist. „Meines Erachtens wäre ein Leistungsmix aus ambulanter, vorstationärer und stationärer Pflege das richtige, vor allem auf lange Sicht hin“, fährt Lutz-Christian Schröder fort.

In verschiedenen Arbeitsgruppen haben sich die Teilnehmer der Fachtagung mit der Weiterentwicklung beschäftigt, Empfehlungen diskutiert und diese dem Plenum vorgestellt. „Der Weg ist geebnet. Wenn der Landkreis dies konstruktiv und kooperativ weiter steuert, dann kann aus dem Pflegesozialplan auf längere Zeit etwas Gutes werden“, sagt Lutz-Christian Schröder abschließend.

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