zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. November 2017 | 18:52 Uhr

Aufatmen an der B 191 : Etappensieg nach zehn Jahren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Planungsunterlagen zur Plauer Umgehungsstraße sind ausgelegt. Am Mittwoch findet ein Informationsabend zum Bau-Vorhaben im Rathaussaal statt.

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Die von den Plauern lang erwartete Umgehungsstraße rückt näher. Seit dem 16. Oktober sind die rund 1000 Seiten umfassenden Planungsdokumente für die Ortsumgehung Nord Plau am See im Rathaus, Raum 1.06 ausgelegt, wo sie bis zum 17. November eingesehen werden können. Das ist möglich montags von 9 bis 12 Uhr, dienstags von 9 bis 12 und 14 bis 17 Uhr, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr.

„Dass die Planungsdokumente ausgelegt sind, ist erfreulich, denn wir blicken zehn Jahre zurück. Damals sind wir auf Initiative der Bürgerinitiative „Lkw-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“ in einem Marschblock bei Vollsperrung die B 191 entlang marschiert und haben die Ortsumgehung gefordert. Nun sind wir mit dem Verfahren unserem Ziel ein Schritt näher gerückt“, sagte Plaus Bürgermeister Norbert Reier auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung. Die Planungsvorlage sei ein Entwurf, der eine kostengünstige Variante der Umsetzung der Verkehrsumleitung aus der Innenstadt zeigt. Dabei würden vor allem die Interessen des Bundes berücksichtigt, der Einsparungen am ursprünglichen Plan geforderte hatte. „Unsere städtische Interessen sind dabei nicht konsequent berücksichtigt worden, denn die Einsparungen gehen zur Lasten der Stadt“, so Reier. „Im Rahmen der Auslegung haben wir nun die Möglichkeit, Einfluss auf die Umsetzung der Maßnahme zu nehmen, Ich würde mich freuen, wenn viele Bürger diese Möglichkeit nutzen würden und sich mit der Planung auseinandersetzen.“

Reier machte deutlich, dass es nicht nur Aufgabe der Stadt sei, Vor- oder Nachteile im Planungsentwurf abzuwägen. Ebenso habe jeder betroffene Bürger das Recht dazu. Wie weit die Einwendungen Beachtung finden, liege jedoch letztendlich beim Auftraggeber der Planung. Rechtliche Möglichkeiten würden sich nur dann ergeben, wenn im Beteiligungsverfahren Änderungen beantragt wurden, aber keine Beachtung finden.

Der Bürgermeister lädt alle interessierte Plauer Bürger zum 29. Oktober um 19 Uhr in den Plauer Rathaussaal ein. Dort werden das Vorhaben und seine Umsetzung vorgestellt und damit verbundene Probleme der Stadt erläutert. „Dabei möchte ich klarstellen, dass auch die Stadt Plau am See nur Beteiligter des Planfeststellungsverfahrens ist, wie auch jeder betroffene Bürger“, so Norbert Reier. Das Straßenbauamt in Schwerin ist der Verfahrensträger. Jeder, dessen Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis zum 1. Dezember entsprechende Einwände erheben. Die Einwendung muss den geltend gemachten Belang und das Maß der Beeinträchtigung erkennen lassen. Nach Ablauf der Einwendungsfrist sind Einwendungen ausgeschlossen. Die rechtzeitig erhobenen Einwendungen werden zu einem späteren Termin erörtert, der zuvor öffentlich bekannt gegeben wird.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen