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Für interessierte Kids : Es geht (natürlich) auch anders

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Kinderfest am Naturparkzentrum Karower Meiler: Kinder, Eltern und Großeltern von den Angeboten wieder begeistert

von
erstellt am 25.Jul.2016 | 11:00 Uhr

Hüpfburg? Fehlanzeige! Zuckerwatte? Auch die gab’s nicht. Nein, das Kinderfest am Karower Meiler wusste wieder einmal ohne die typischen Zutaten anderer Events auszukommen. Und viele Besucher, die am Samstag den Sitz der Verwaltung des Naturparks Nossentiner-Schwinzer Heide ansteuerten, wissen gerade das zu schätzen. Wie Traudel und Udo Rueß aus Goldberg. Sie waren mit Enkelin Inga schon am Vormittag nach Karow gekommen. Die Kleine ist zwar erst sechs, aber schon ein Bastelprofi. Gezielt steuerte sie den für sie ultimativen Stand an: Jenen, an dem Nistkästen für die verschiedensten Vogelarten gebaut werden konnten. „Wir machen eins für die Rotschwänzchen bei Oma und Opa im Garten. Dann müssen sie nicht mehr im Johannisbeerstrauch wohnen“, strahlt die Kleine und schraubt mit Opas Hilfe und einem Akkuschrauber die vorgefertigten Teile zusammen. Ihre Oma schmunzelt: „Der Umzug muss aber noch warten. Im Nest liegen vier Eier. Inga kann es kaum erwarten, dass die Jungen schlüpfen.“

Vogelarten anhand ihrer Schnäbel oder Eier benennen. Am Meiler kein Problem. Blätter und Früchte dem richtigen Baum zuordnen, auch das war Teil des Festes. Wie Spiele mit Naturmaterialien oder die Ausstellung im Meiler selbst, die natürlich auch bestens für die kleinen Besucher gerüstet war. Nach unzähligen Naturparkfesten, von denen Falkner Reinhardt Eggert wohl die meisten mitbestritten hat, müßig zu erwähnen, dass gerade er immer belagert war.

Aber da war auch noch ein anderer Stand. Einer, der mit Natur und Karower Meiler eigentlich nur wenig zu tun hat. Hier hatte Iris Thees, Animationstöpferin aus Matzlow, das Sagen und Machen. Ungelogen: Wenn man ihr ein halbes Stündchen dabei zuschaut (und noch wichtiger zuhört), wie sie mit Kindern töpfert, möchte man glattweg den Eintrittspreis für ihre Comedy nachzahlen.

Was die Besucher nicht wussten: Unter den Standbetreuern war einer, der neu ist bei der Naturparkverwaltung in Karow. Und zwar Martin Labuda. Er wird sich künftig mit dem „Schutz der Dunkelheit der Nacht“ beschäftigen. Sie haben richtig gelesen. Das Projekt ist Bestandteil des vor etwa anderthalb Jahren aufgelegten Naturparkplans für die Nossentiner-Schwinzer Heide und analysiert die Lichtsituation in der Region, die vielerorts dazu führt, dass die Sterne nicht mehr zu sehen sind. Martin Labuda wird Gemeinden beraten, die sich schon jetzt an ihn wenden können. Wie auch Privatpersonen. Ziel soll sein, für den Naturpark die weltweite Zertifizierung „Sternenpark“ zu bekommen. „Ob wir das schaffen, bleibt abzuwarten“, sagt Naturparkleiter Jörg Gast. Ein weiterer touristischer Trumpf für die Region wäre es auf jeden Fall.

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