Gallin-Kuppentin : Es fehlen Feuerwehrmänner

Überreichte die Ernennungsurkunden an Gemeindewehrführer Roland Zellin (r.): Bürgermeister Holger Klukas
Überreichte die Ernennungsurkunden an Gemeindewehrführer Roland Zellin (r.): Bürgermeister Holger Klukas

Amtswehrführer Urbutat fordert Fachausschuss für Freiwillige Feuerwehr in Gemeinde.

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13. Dezember 2018, 12:15 Uhr

„Personell pfeift unsere Feuerwehr aus dem letzten Loch“, stimmten Bürgermeister Holger Klukas und Gemeindewehrführer Roland Zellin bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Gallin-Kuppentin in ihrer Einschätzung der aktuellen Lage überein. Und das, obwohl erst im Oktober drei neue Mitglieder der Einsatzabteilung beigetreten waren und sie damit auf 16 Aktive vergrößert hatten. „Es hat sich einiges getan“, freute sich deshalb Amtswehrführer Danilo Urbutat. Zwei davon sind bereits ausgebildete Feuerwehrmänner, müssen aber einige Lehrgänge nochmals absolvieren, um ihre Kenntnisse aufzufrischen. Außerdem sollen sie möglichst zügig für Führungsaufgaben fit gemacht werden.

Am Beispiel des dritten Kameraden schilderte der Amtswehrführer den Gemeindevertretern den immensen Aufwand, der für die Ausbildung betrieben werde und nirgendwo höher sei: „Feuerwehrmann ist die Königsklasse des Ehrenamtes.“ Allein 16 Stunden des ersten Ausbildungsjahres seien der Ersten Hilfe gewidmet. Die Pläne für das zweite und dritte Jahr umfassen jeweils 40 Schulungsstunden. Die Aufnahme in eine Wehr sei, so Urbutat, ab 16, die Verpflichtung zum aktiven Dienst ab 18 Jahren möglich. Um sich überhaupt Feuerwehr nennen zu dürfen, müsse es in Gallin-Kuppentin eine Einsatzabteilung mit mindestens 18 Aktiven geben.

Urbutat regte an, dass die Gemeinde einen Fachausschuss bilden möge, der sich allein mit der Zukunft ihrer Freiwilligen Feuerwehr befassen soll. „Die Einführung einer Pflichtfeuerwehr führt nicht weiter.“ Gemeindevertreter Heinrich Rann (Wählergruppe „Bessere Zukunft“) warf seinen Kollegen, aber vor allem dem Bürgermeister vor, das Thema Feuerwehr durch langjährige Untätigkeit „versiebt“ zu haben. Als „reine Augenwischerei“ kritisierte Rann zudem die Aufstellung der Jahrgänge, in der Klukas aufzählte, wie viele Gemeindebürger für den aktiven Dienst als Feuerwehrmann infrage kommen. „Die 15 bis 18-Jährigen sind darin nicht aufgeführt“, kritisierte er.

Bürgermeister Klukas hatte für die drei neuen Feuerwehrmänner bereits für rund 1500 Euro die erforderliche Schutzausrüstung geordert und ließ diese Eilentscheidung nachträglich von der Gemeindevertretung absegnen. Außerdem ernannte er Wehrführer Roland Zellin und dessen Stellvertreter Nicky Menning für sechs Jahre zu Ehrenbeamten und nahm ihnen den Amtseid ab.

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