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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. November 2017 | 10:49 Uhr

Goldberg : Erster Garten der Bibel landesweit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Zum Jahreswechsel zieht der Initiator Adolf Friedrich Weiss eine positive Zwischenbilanz / Hügel Golgatha bereits erkennbar

Der in der Mildenitzstadt geplante „Garten der Bibel“ macht Fortschritte. Diese Bilanz zog der einstige Goldberger Adolf Friedrich Weiss zum Jahreswechsel. „Als erste Installation ist bereits der Hügel Golgatha deutlich erkennbar.“ Die dafür erforderlichen Erdarbeiten seien als Spende geleistet worden, betonte Weiss. „Auch die Bodenhülsen für die drei Kreuze sind bereits installiert.“

Der in München lebende, aus Brandenburg stammende preußische Beamte mecklenburgischer Prägung, wie sich Weiss gern bezeichnet, war als Kind in Goldberg in der Werderstraße 5 aufgewachsen. Wie ein Wink des Schicksal mutete es ihm an, als die Eigentümer des Hauses Nummer 9 ihm unter der Bedingung einen Vorzugspreis einräumten, wenn er dort ein Haus der Bibel einrichtet. „Der Garten der Bibel war dann der folgerichtige Schritt.“ Dabei handelt es sich um ein etwa 200 Meter langes und 30 Meter breites Gartengrundstück an der Lübzer Straße, zwischen Einkaufsmarkt und Draisinenbahn gelegen. „In Zusammenarbeit mit dem Bahnbetreiber Ralf Schwanebeck haben wir dort extra einen Haltepunkt errichtet.“ Weiss träumt davon, dass aus Haus und Garten ein christliches Informationszentrum entsteht, „das über alle Konfessionen hinweg die Botschaft Jesu verbreitet“. Auch der Altar Abrahams könne als sichtbares Element der Bibel installiert werden. Dazu die entsprechende Pflanzenwelt: „In unserem Klima wachsen hier sogar die Rosen von Jericho oder die Lilien Salomons.“

Dem 82-Jährigen ist bewusst, dass er für sein Projekt einen langen Atem braucht. Bereits im August 2013 war der erste Spatenstich erfolgt. Damals waren noch sowohl die evangelische als auch die katholische Kirchengemeinde aus Goldberg mit im Boot. Im September 2014 folgte in einem Zelt auf dem Gartengelände eine zehntägige Vortragsreihe, die das Wesen und die Bedeutung eines Gartens der Bibel als wichtigen Ort der Heils- und Weltgeschichte erhellen sollte. Inzwischen haben sich beide Kirchengemeinden aus diesem Projekt zurückgezogen. Adolf Friedrich Weiss ist dennoch zuversichtlich, dass er den Bibelgarten im Frühjahr 2015 seiner Bestimmung übergeben kann. Dabei will er mehrere denkwürdige Daten unter einen Hut bringen. Am 2. Mai 1945 seien beispielsweise Truppen der Sowjetarmee in Goldberg einmarschiert. „Das ist einmalig: 70 Jahre Frieden in Deutschland.“ Außerdem, so Weiss, möchte seine Frau Ursula am 9. Mai ihren 80. Geburtstag in Goldberg feiern. Als Endtermin für die Fertigstellung des Bibelgartens ist laut Weiss das Luther-Jahr 2017 geplant. Dann biete der Garten seinen Besuchern eine gute Gelegenheit, biblischen Geschichten anschaulich nachzuspüren. „Auch Schulklassen oder Kindergärten sind herzlich willkommen.“

 

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