Neuer Abschnitt im Leben : Erste Erfahrungen mit Berufsleben

Interesse amStand der Stadtwerke Lübz GmbH
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Interesse amStand der Stadtwerke Lübz GmbH

Neuntklässler der Regionalen Schule Lübz haben nach Praktika in 36 Unternehmen eine Messe für Schüler und Eltern organisiert. Dafür ernteten sie viel Anerkennung.

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21. Juni 2017, 19:00 Uhr

Premiere: Neuntklässler der Lübzer Regionalen Schule haben im Rahmen einer Messe für Eltern und Schüler die Ergebnisse ihrer über rund sechs Monate absolvierten Berufspraktika präsentiert. Mit zusätzlichen Ständen waren dabei die Schweriner Handwerkskammer, das DRK, Landes- und Bundespolizei, die Lübzer Stadtwerke, die Apotheker- und Ärztekammer, die Deutsche Bahn und das Lübzer Seniorenpflegeheim „Haus am Freistrom“ vertreten, um auch in ihren Bereichen über berufliche Möglichkeiten zu informieren.

Begonnen hatte das Projekt mit einer Einstiegswoche im Oktober vorigen Jahres, der sich für ein halbes Jahr genau 23 Praktikumstage in insgesamt 36 Unternehmen und Betrieben anschlossen – einmal in der Woche an jedem Dienstag für jeweils vier Stunden. „Die Zusammenarbeit war sehr gut“, sagt AWT- (Abkürzung für Arbeit, Wirtschaft, Technik) Lehrerin Sabine Kowalschuk erfreut, die mit in die Organisation eingebunden war und regelmäßig Kontakt zu den Firmen hielt. Was den Besuch der Messe betrifft, zeigte sie sich weniger begeistert: „Ich hätte mir etwas mehr Resonanz von den Eltern gewünscht. Speziell eingeladen waren die siebten und achten Klassen.“ Auch Olaf Beck, Prokurist bei den Lübzer Stadtwerken, lobt die Messe und sieht angesichts der Tatsache, dass sie zum ersten Mal stattfand, kein Problem in der vielleicht nicht idealen Besucherzahl. Wichtiger sei aus seiner Sicht, dass die Idee fortgesetzt werde.

Jeder Schüler war aufgefordert, sich einen ihn interessierenden Beruf auszusuchen, sich um das entsprechende Praktikum zu bemühen und dann eine Präsentation für die Messe mit großer Schautafel und von ihm genutzten Arbeitsutensilien zu gestalten. Melissa Schulz und Lea Dicomy aus der 9b eröffneten die Veranstaltung. Beide schätzen das Projekt als sehr wertvoll ein, wenngleich es anstrengend gewesen sei, dienstags nach 18 Uhr noch für die Schule zu lernen, sagt Lea. Sie fand es schön, Erfahrungen im Friseurhandwerk zu sammeln, überlegt jetzt jedoch, die Fühler noch in Richtung medizinische Fachangestellte auszustrecken. Beide Mädchen loben die Möglichkeit, einen längeren Einblick bekommen zu haben.

Sehr positiv über das Engagement äußerten sich unter anderem auch Nicole Dittrich von der Landespolizei und Marko Moderecker, Einstellungsberater bei der Bundespolizei. Er sagte: „Eine wirklich gute Sache, zumal auch die Eltern eingebunden sind! Besser als jeder Vortrag vor einer großen Gruppe, weil man sich hier auch die Zeit für längere Gespräche mit den Interessierten nehmen kann. Außerdem sind derartige Veranstaltungen wichtig, um zu vermitteln, dass die Bewerbungsfrist beispielsweise bei uns bereits ein Jahr vor Beginn der Ausbildung endet.“

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