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Neues Kunsthaus : Erste Ausstellung im Lübzer Kunstspeicher

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Einzigartige Einrichtung öffnet nach rund einjähriger Bauzeit. Zu sehen gibt es u. a. Ölmalerei, Fotografien, Grafik und Zeichnungen.

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erstellt am 05.Jun.2014 | 22:00 Uhr

Am morgigen Sonnabend, am Sonntag und Montag haben alle Interessierten im Rahmen von „Kunst offen“ die Möglichkeit, im „Lübzer Kunstspeicher“ eine Gruppenausstellung der Dozenten zu besuchen, die in der neu geschaffenen Einrichtung arbeiten werden. Geöffnet ist an den genannten Tagen jeweils von 15 bis 18 Uhr, 11 bis 18 Uhr und 11 bis 15 Uhr. Zu sehen gibt es u. a. Ölmalerei, Fotografien, Grafik und Zeichnungen, aber auch mit Hilfe des alten Verfahrens Cyanotypie hergestellte Blaudrucke – eine Technik, die später etwa durch die Lithografie abgelöst wurde und heute nur noch Künstler benutzen.

Bis Ende August gibt es in der Sommerakademie Kurse für verschiedene Bereiche. Wer zum Beispiel eine Woche bleibt, hat die Möglichkeit, in den neu geschaffenen Zimmern des „Gästehauses Jeve“ zu wohnen – mit Antiquitäten, Kunstwerken und individuell gestalteten Badezimmern ausgestattet. Darüber hinaus werde es eine Vielzahl von Tagesangeboten geben, die auch spontan bis zu zwei Tage vor ihrem Beginn gebucht werden können.

Das denkmalgeschützte Ausstellungsgebäude – einst Lagerhaus auf dem Hof des ehemaligen Lebensmittelgeschäftes Heinrich Jeve am Ziegenmarkt – hat die Malerin und Filmemacherin Julia Theek aus Potsdam gemeinsam mit ihrem Mann Guido Koch rund ein Jahr lang aufwändig sanieren lassen. Am Mittwochnachmittag wurde mit geladenen Gästen – unter ihnen zum Beispiel beteiligte Firmen, Helfer, befreundete Künstler, Bürgermeisterin Gudrun Stein, Lübz‘ erster Mann in Sachen Bau Fred-Jan Salomon und Brauerei-Geschäftsführer Wilfried Horn Eröffnung gefeiert. Gudrun Stein kennt das Gelände noch im alten Zustand, als der Speicher kurz vorm Zusammenbruch stand und es um das vordere Gebäude kaum besser bestellt war. Sie zeigte sich begeistert: „Was Sie hier geschaffen haben, ist großartig, etwas Neuartiges für unsere Stadt und darüber hinaus. Aus heutiger Sicht war es die einzige Möglichkeit, diese besondere Architektur zu erhalten. Ich ziehe meinen Hut vor Ihnen! Sicherlich war es öfter nicht einfach, aber ich weiß, dass Sie auch zur Kämpferin geworden sind.“ Julia Theeks Mann bestätigte, dass zur Verwirklichung des Vorhabens eine Menge Idealismus gehöre und man als mit großen Berliner Bauvorhaben Vertrauter ein gebranntes Kind sei, was Fertigstellungstermine betreffe. Durch „enormen Kampfgeist“, die gute Unterstützung der Stadtverwaltung und Beistand insbesondere der später eingesetzten Handwerker sei es trotz mancher schwerer Stunde gelungen, so weit zu kommen.

Im zweiten Bauabschnitt soll ab Ende August die ebenfalls schon begonnene Sanierung der ehemaligen Bäckerei Prüssing/später Vomacka fortgesetzt werden. In diesem ebenfalls denkmalgeschützten, benachbarten Gebäude entstehen u.a. weitere Gästezimmer und eine Druckwerkstatt.





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