Umfangreiche Untersuchungen : Erfolg nach vielen Stunden im Wald

Vögeln seit 50 Jahren auf der Spur: Siegfried Horn
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Vögeln seit 50 Jahren auf der Spur: Siegfried Horn

Die hiesige Fachgruppe Ornithologie und Vogelschutz widmet sich intensiv dem Waldkauz, dem Vogel des Jahres 2017. Siegfried Horn berichtet.

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27. Dezember 2017, 21:00 Uhr

In Sachen Naturschutz ist Siegfried Horn aus Lübz eine bekannte Größe, wie auch Leser der SVZ durch diverse Berichte über ihn wissen. Und in diesem Jahr konnte er ein objektiv beurteilt beachtliches Jubiläum feiern: Seit Gründung der Fachgruppe Ornithologie und Vogelschutz im Herbst 1967 ist der heute 81-Jährige deren ehrenamtliches und aktives Mitglied. Ihre Aufgabe bestehe darin, die Entwicklung der Vogelwelt in den Altkreisen Parchim, Lübz und Sternberg durch ständige Wasservogelzählungen, Untersuchungen der Siedlungsdichte und die Kartierung der Brutvögel zu verfolgen und zu dokumentieren. „Alle Beobachtungen fließen in eine Datenbank ein, die ein aussagekräftiges Dokument bezüglich ihrer Entwicklung darstellt“, sagt Horn. „Das gilt besonders für die letzten Jahre, in denen wir bei einzelnen Arten der bodenbrütenden Vögel einen bedenklichen Rückgang zu verzeichnen haben. Hier seien nur Ammern, Feldlerchen, Rebhuhn, Wachteln und Kiebitze als Beispiele genannt.“


Bedenklicher Rückgang bei Bodenbrütern

Besonders intensiv widme sich die Fachgruppe mittlerweile dem Waldkauz, dem Vogel das Jahres 2017. Er sei der häufigste der in unserer Region lebenden Eulen – ein weit verbreiteter, dämmerungs- und nachtaktiver Vogel, dem man deshalb nur in der Dunkelheit durch seine Rufe begegne. Er liebe lichte Laubwälder und Parks mit altem Baumbestand, die ihm entsprechende Nisthöhlen bieten.

„Unsere Fachgruppe hatte sich bisher noch nicht intensiv mit diesem nächtlichen Gesellen befasst. Daher konnten wir auch keine exakten Aussagen über den Bestand und seine Veränderungen treffen“, berichtet der Ornithologe. Ihm wurde die Aufgabe übertragen, die Wälder der näheren Umgebung von Lübz nach dem Waldkauz zu untersuchen.

Der zeitliche Aufwand war groß und er habe etliche Stunden im dunklen Wald verbringen müssen – auch für ihn ungewohnt.

Die ersten Versuche ohne Klangatrappe seien erfolglos verlaufen. „Zum Glück besitze ich noch eine Kassette mit Vogelstimmen und ein Autoradio mit Kassettenteil. Und das war der Durchbruch!“, so Horn sichtlich erfreut.

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