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Energieversorgung : Erdgas fließt jetzt nach Neu Poserin

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Neues Netz durch die HanseWerk AG errichtet: 160 000 Euro hat das Unternehmen investiert. Bauzeit: nicht einmal vier Monate

von
erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Da brennt sie, die Erdgasfackel von Neu Poserin. Nur für wenige Minuten. Der symbolische Akt zieht einige Neu Poseriner zum Feuerwehrhaus. Vielleicht ist es aber auch der Geruch von gegrillter Bratwurst. Eingeladen hat die HanseWerk AG. Sie hat in Zusammenarbeit mit der Baufirma Bohlen & Doyen sowie der Gemeinde Neu Poserin in den vergangenen Wochen ein Erdgasnetz gebaut. Neu Poserin geht in Sachen Energieversorgung ab sofort neue Wege. Eine weitere Versorgungslücke schließt sich damit. Gemeinsam mit seinem Kollegen Olaf Boenigk, Andrea Neumann von Bohlen & Doyen, der ehemaligen Bürgermeisterin Elisabeth Mewes und Gemeindevertreterin Hannah Kirchmeier wird die Erdgasfackel entzündet.

Für Wolf-Axel Rahn, Kommunalbetreuer bei dem schleswig-holsteinischen Unternehmen, beginnt jetzt ein neues Zeitalter, eine neue Ära. „Sie haben mit dem Erdgasnetz nicht nur Versorgungssicherheit, sondern betreiben selbst auch Klimaschutz“, erzählt der Fachmann. „Sie können jetzt die Menge Gas abrufen, die Sie wirklich nur brauchen. Damit senken Sie auch den
CO2-Ausstoß“, so Wolf-Axel Rahn weiter.

Rund drei Kilometer Erdgasleitung wurden in den vergangenen Wochen in Neu Poserin verbuddelt. Zum Vergleich: Von Neu Poserin bis Neu Damerow sind es gut 3,3 Kilometer. Insgesamt wurden im Mitteldruckbereich 2950 Meter Leitungen, im Hochdruckbereich 45 Meter verlegt. „Wir haben in Neu Poserin alles mitgenommen, was beim Bau einer Erdgasleitung geschehen kann“, führt Wolf-Axel Rahn weiter aus. Dabei bezieht er sich vor allem auf die Gewässerquerungen im Dorf.

Anfang Juni war der Spatenstich erfolgt, danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Schon Ende Juni flog ein wahres Schwergewicht in Neu Poserin ein – die Gasdruck-Regelstation, elf Tonnen schwer, 45  000  Euro teuer. „Um die Regelstation aufbauen zu können, mussten wir sehr früh anfangen, sonst wären die Schüler zu spät gekommen“, erinnert Projekt-Koordinator Olaf Boenigk. Geklappt hat bei diesem Projekt irgendwie alles wie am Schnürchen. „Die Mitarbeiter der Baufirma waren sehr freundlich“, sagt Hannah Kirchmeier, die noch einen Wunsch äußerte. „Ich würde mich freuen, wenn das Erdgasnetz auch in den Ortsteilen von Neu Poserin ausgebaut wird.“ Zusichern konnte Wolf-Axel Rahn dies nicht, schließlich müsse sich der Ausbau rentieren. Das muss sich auch in Neu Poserin noch erst zeigen. Investiert hat das Unternehmen 160  000  Euro, mehr als zehn Hausanschlüsse hat die HanseWerk AG in Neu Poserin gewinnen können. Mehr dürfen es auf jeden Fall werden. „Wir müssen diese Investition rechtfertigen“, sagt der Kommunalbetreuer ganz offen.  

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