Radweg Spornitz - Parchim : Endspurt für Spornitzer Großprojekt

<fettakgl>Nach Vorstellungen der Stadt Parchim</fettakgl> soll der Radweg, der links der B 191  aus Richtung  Spornitz  in der Kreisstadt ankommt,  in Höhe des  Autohauses  Mulsow  über die Bundesstraße geführt werden. <fotos> Herbst/Archiv</fotos>
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Nach Vorstellungen der Stadt Parchim soll der Radweg, der links der B 191 aus Richtung Spornitz in der Kreisstadt ankommt, in Höhe des Autohauses Mulsow über die Bundesstraße geführt werden. Herbst/Archiv

In Spornitz ist man motiviert: Denn der Bau des etwa zehn Kilometer langen Radwegs bis in die Kreisstadt Parchim soll 2014 umgestzt werden. Das Projekt hat für das Dorf und seine Bewohner oberste Priorität.

svz.de von
11. Januar 2013, 06:31 Uhr

spornitz | So wie 2012 aufgehört hat, so fängt das neue Jahr an - mit ziemlich viel Arbeit. Aber in Spornitz ist man motiviert: Denn noch immer geht die Gemeinde mit einem Projekt "schwanger", das für das Dorf und seine Bewohner oberste Priorität hat. Und zwar ist das der Bau des etwa zehn Kilometer langen Radwegs von Spornitz bis in die Kreisstadt.

Drüber geredet wird freilich seit Jahren. "Inzwischen sind wir mit den gesamten Vorarbeiten aber auch schon weit fortgeschritten", sagt Spornitz’ Bürgermeister Dieter Eckert. Nachdem das Schweriner Verkehrsministerium schon im Herbst 2011 grünes Licht gab, das Projekt in der Prioritätenliste des Landes von einem weit abgeschlagenen Platz nach vorn rückte, stand im Frühjahr letzten Jahr endlich auch die Finanzierung. Was dauert ist der Flächenerwerb. "Wir müssen mit etwa 60 Eigentümern verhandeln, mit nochmal so vielen auch die Parchimer", sagt Eckert. Und er kann inzwischen ein Lied davon singen, wie zäh dies Prozedere ist. "Wir haben es mitunter mit großen Erbengemeinschaften zu tun, die im besten Falle nur auf ganz Deutschland verteilt sind. Die alle zu erreichen und ihre Zustimmung zu bekommen, ist schwierig. Wieder andere, die schon vor Monaten angeschrieben wurden, lassen sich wirklich lange bitten."

Spornitz ist dran, wie auch Parchim. "Und ich bin mir sicher, sollten am Ende immer noch Eigentümer sein, die die Kaufverträge nicht unterschreiben und auch einen Flächentausch ablehnen, werden sich Wege finden." In der Tat war in den zurückliegenden Jahren bei vergleichbaren Vorhaben den öffentlichen Projekten Vorrang vor privaten Interessen eingeräumt worden. "Die Planungen jedenfalls sehen vor, dass im kommenden Jahr gebaut wird. Und das muss auch unser Ziel sein."

Eine weitere "Baustelle", bei der die Spornitzer in den nächsten Wochen und Monaten noch viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, ist das Entwässerungsprojekt "Pferdekoppel". Mit diesem Vorhaben soll der Grundwasserspiegel in dem Bereich zwischen Bahnhofstraße, Lewitzblick und Friedhof - er stellt die abschüssige Verbindung vom oberen zum unteren Teil des Dorfes her - dauerhaft abgesenkt werden. Erreicht werden soll das dadurch, dass vorhandene Durchlässe und Entwässerungsgräben erneuert, weitere Gräben in Richtung Bahnhof bis hin zum Schnees graben gezogen und ein Regenrückhaltebecken unterhalb des Hanges neben dem Traumland-Parkplatz angelegt wird. "Schon letzten Herbst wollten wir eigentlich loslegen. Aber das war trotz Finanzierungszusage wahrscheinlich denn doch zu optimistisch. In diesem Jahr geht das Projekt aber definitiv über die Bühne", sagt Eckert. Probleme wie zuletzt am 7. Juni 2011, als das untere Dorf in anhaltenden Starkregenfällen abgesoffen war, sollten dann kein Thema mehr sein. "Insgesamt werden wir in diesem Jahr aber eher kleine Brötchen backen", sagt Eckert. Auf der Liste hätten nicht nur er und die Gemeindevertreter da aber auch den Bahnhof. Im vergangenen Jahr veräußert, müsste von Seiten des Eigentümers das Gebäude dringend instandgesetzt und das Grundstück beräumt und neugestaltet werden. "Die Hoffnung geben wir auch nicht auf. Ob 2013 realistisch ist, wir werden sehen." Positiv sieht Dieter Eckert die Entwicklung im Gewerbegebiet der Gemeinde. "Drei Unternehmen wollen sich noch in diesem Jahr erweitern", weiß er. Darunter auch das Abbundzentrum in der Dammstraße. Erst seit letztem Jahr hier in Spornitz angesiedelt, ist von einer Verdoppelung der räumlichen Kapazitäten die Rede, und davon, die Zahl der Arbeitsplätze auf 30 zu bringen. 2013 ist für das Dorf an der B 191 auch das Jahr, in dem das Bodenneuordnungsverfahren abgeschlossen wird. Nach etwas mehr als fünf Jahren. "Es hat uns gut vorangebracht", sagt Eckert. Ein Menge Geld floss, unter anderem in den Bau des Dorfgemeinschaftshauses, in die Sanierung des Kindergartens, in 20 Wege und Straßen innerhalb und außerhalb der Flur, in energetische Dachsanierung, Fassaden- und Fenstererneurungen...

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