Kultur vor Ort : Endlich riss der Himmel auf…

Hoch auf bunt geschmückten Wagen  und dem Regen trotzend kamen viele Gäste zum Fest auf dem gut präparierten Sportplatz. Fotos: Simone Herbst
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Hoch auf bunt geschmückten Wagen und dem Regen trotzend kamen viele Gäste zum Fest auf dem gut präparierten Sportplatz. Fotos: Simone Herbst

Besucher amüsierten sich trotz Wetterkapriolen beim dreitägigen Dorffest des Kultur- und Heimatvereins Wendisch Waren-Woosten

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07. September 2015, 11:59 Uhr

Unter heftigen Windböen zappelten die bunten Wimpelketten rund um den Woostener Sportplatz, der hohe Mais auf dem angrenzenden Feld versuchte den einhergehenden Regen zu schlucken, als die Macher des Woostener Dorffestes, die Mitglieder des Kultur- und Heimatvereins Wendisch Waren-Woosten e.V., Samstag kurz nach dem Mittag flehend in den Himmel schauten. Der Countdown zur Feier, die am Freitag bereits einen gelungenen Gospelabend in der Kirche und gemütliche Stunden am wärmenden Grill auf der Haben-Seite verbuchen konnte, lief. Doch rundherum nichts als eine Wand aus Regenwolken. Unter ihnen bahnten sich wie zum Trotz bunt geschmückte Wagen den Weg zum Sportplatz. Geladen mit vielen Gästen, die längst nicht nur in Woosten und Wendisch zu Hause sind, sondern auch in Finkenwerder, Neu Woosten, Diestelow und Goldberg.

Wenn Woosten feiert, erinnerten sich die Helfer um Vereinschefin Anja Kube, die derweil im Festzelt letzte Vorbereitungen für Tombola, Kaffeetafel und den Band-Abend mit „Um Himmels willen“ erledigten, habe das Wetter noch nie dermaßen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zuletzt war die 725-Jahrfeier 1994 ziemlich nass gewesen. Aber sonst!? Doch selbst diesmal sollte die Feiergemeinde Glück haben: Die Wolkenwand riss auf und die Sonne lachte. Zur Freude aller, die halfen, den Nachmittag bunt und abwechslungsreich zu gestalten. Sofort machte sich die Jugendfeuerwehr daran, unter den Steppkes die Werbetrommel für das Feuerwehrdiplom zu rühren; Mitarbeiter der Naturparkverwaltung am Karower Meiler luden zum Nistkästenbau ein und hatten für Interessierte jede Menge Info-Material dabei; beim Kinderschminken standen vor allem die kleinen Mädchen Schlange, während es sich die Großen nahe dem leckeren Kuchenbufett im Festzelt gemütlich machten. Als schließlich die Tombola eröffnet wurde, zückten alle gern ihre Geldbörse…

Immerhin lockte die Tombola, die, wie Anja Kube verriet, quasi einzige Finanzierungsquelle des Sommerfestes ist, mit fast 350 attraktiven Preisen. Gerade die Senioren hatten sich ins Zeug gelegt, um im Ort möglichst viele Gewinne einzuwerben.

Im kommenden Jahr wird Diestelow erstmals ein gemeinsames Dorffest ausrichten, während sich Woosten sich mit einem kleineren Sommerfest am Gutshaus begnügt. „Wir werden uns künftig abwechseln“, so Vereinschefin Kube, „anders ist es finanziell nicht mehr machbar.“ An Chroniklesung, Oktoberwanderung, Weihnachtsbasteln, Anleuchten, Radtour… will der Verein nicht rütteln.

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