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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

17. Oktober 2017 | 22:48 Uhr

Infrastruktur : Ende der Schlaglochpiste in Sicht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Groß-Investition: Die Komplett-Sanierung der Theodor-Körner-Straße in Lübz beginnt noch in diesem Monat. Die Kosten liegen bei mehr als 320 000 Euro.

von
erstellt am 04.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Anwohner wie Durchfahrende kennen die Theodor-Körner-Straße als Schlaglochpiste. Damit ist bald Schluss: Noch in diesem Monat soll die Komplettsanierung beginnen. Die Arbeiten werden schätzungsweise bis in den Oktober dauern. Zu welchem Gesicht sie führen, kann man in der parallel verlaufenden Fritz-Reuter-Straße sehen, die bereits vor wenigen Jahren erneuert wurde. Bereits seit dieser Investition sind beide genannten Straßen nur noch in eine, jeweils andere Richtung befahrbar. Nach erstgenannter wird jetzt zudem auch die Fahrbahn der anderen schmaler ausgebaut. „Die Neuregelung war möglich, weil beide nicht sehr hoch durch Verkehr belastet sind“, sagt Fred-Jan Salomon, Leiter des Fachbereiches Bau bei der Stadt Lübz und im Amt Eldenburg Lübz. Im Bauausschuss sei man sich schon vor längerer Zeit einig darüber gewesen, dass auch die Körner-Straße um keine Sanierung herumkommt.

Eine zentrale Investition ist die vollständige Erneuerung des Anfang der 1960er-Jahre eingebauten, mittlerweile schadhaften Regenwasserkanals aus Beton. „Der nach der Wende schon neu eingebaute Schmutzwasserkanal ist noch in Ordnung und bleibt deshalb liegen“, weiß Salomon. Ihm zufolge werden die Stadtwerke teilweise auch die Trinkwasser- und Elek-troleitungen erneuern. Vorgesehen ist zudem die Installation einer modernen LED-Beleuchtung samt Austausch aller Kabel und Masten. Die Straßenoberfläche wird sich nach dem Neubau nicht nur wie die Fritz-Reuter-, sondern auch wie die Kreiener Straße zeigen: Nicht in Asphalt, sondern mit einem Großpflaster aus Beton.

Einen Gehweg soll es später größtenteils nur noch einseitig geben, beidseitig nur dort, um eine Anbindung an Wege in den Seitenstraßen herzustellen.

Weil die Fahrbahn schmaler wird, gibt es nach der Sanierung nur noch zwei Bereiche zum Parken an der Straße – zwischen der Ferdinand-von-Schill-Straße und der, die zum Gymnasium und der Kita Pfiffikus führt, sowie dort gleich an der Ecke. „Ausreichend Stellflächen wird es vor den Wohnblöcken geben“, sagt Salomon. Kosten in Höhe von etwa 320 000 Euro ergeben sich dem Bauingenieur zufolge allein schon durch die Straßenbauarbeiten und den neuen Kanal als finanziell weitaus größte Teile. Hinzu kommen noch mehrere 1000 Euro für die anderen genannten Arbeiten.

Bereits unmittelbar nach der Wende habe man auch in Lübz damit begonnen, das Kanalnetz zu erneuern. Schmutzwasser fließt hier heute hauptsächlich durch glasierte Steinzeug-, Regenwasser durch Betonrohre. Früher gab es keine Trennung, sondern Mischkanäle und eine Kläranlage auf dem heutigen Besucherparkplatz der Brauerei.

Bei der Sanierung einer Straße werden die Anlieger an den Kosten beteiligt. Um die Haushaltslage der Stadt zu verbessern, hatten die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, die Umlage in Höhe von 60 Prozent noch vor der Endabrechnung (sie erfolgt erst 2018) einzuziehen. Entsprechende Schreiben werden in diesem Jahr verschickt. Betroffen sind die Wohnungs- und Verwaltungs GmbH Lübz (WVL) und die Wohnungsgenossenschaft Lübz-Plau eG. Ungeachtet dessen, dass auf die Unternehmen weitere große Ausgaben zukommen, beurteilt zum Beispiel Ronald Schmelter, stellvertretender Geschäftsführer der WVL, die Investition durchweg positiv: „Die Straße befindet sich schon lange in einem sehr schlechten Zustand. Die Erneuerung kommt allen Mietern zugute.“ Vor Mieterhöhungen muss niemand Angst haben – Kosten wie die durch den Straßenbau können nicht auf die Bewohner umgelegt werden.

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