Sechsjährige aus Lübz spielt seit zwei Jahren Orgel : Emma Koch beherrscht die Königin

<fettakgl>In der Stadtkirche Lübz aufzutreten,</fettakgl> ist für Emma Koch keine Seltenheit: Seit zwei Jahren beherrscht sie das Orgelspiel. <fotos>Sabrina Panknin</fotos>
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In der Stadtkirche Lübz aufzutreten, ist für Emma Koch keine Seltenheit: Seit zwei Jahren beherrscht sie das Orgelspiel. Sabrina Panknin

Emma Koch spielt Orgel, seit zwei Jahren bereits beherrscht sie die Instrumentenkönigin – nicht nur mit ihren Händen, sondern auch mit ihren Füßen. Mit ihrem Vater, Pastor Enrico Koch, spielt sie auch zu Hause.

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03. Januar 2013, 09:45 Uhr

Lübz | Die kleinen Finger huschen über die Tasten - über die schwarzen, aber auch über die weißen Tasten gleichermaßen. Den Blick hat Emma Koch immer fest auf ihre Notenblätter gerichtet. Nicht ein einziges Mal schaut sie während ihres Orgelspiels auf ihre Hände. "Einige Lieder kann ich auch aus dem Kopf spielen", verrät die kleine Sechsjährige. Die Orgelspielerin haucht der Instrumentenkönigin mit ihrem Spiel Leben ein. Jeder Ton sitzt und die Lieder gefallen Emma. Mit vier Jahren hat sie ihr Orgelspiel begonnen, denn nur eines musste sie können, verrät ihr Vater, Pastor Enrico Koch. "Mit vier Jahren hat Emma angefangen, zu spielen. Man muss nur bis fünf spielen können."

Wer Dienstagabend an der Stadtkirche entlang geht, kommt dann in den Genuss von Emmas Orgelspiel. Die Töne sind bis weit nach draußen zu hören. In der Stadtkirche Lübz übt Emma Koch einmal in der Woche - immer dienstags mit Organistin Doreen von Berg. Wenn Emma Koch nicht in der Stadtkirche an der Instrumentenkönigin üben kann, spielt sie zu Hause am Klavier. Von Aufregung verspürt Emma bei Auftritten selten etwas. "Am 1. Advent war ich der Engel. Da war ich ganz schön aufgeregt", erzählt Emma und meint ihren Auftritt beim Krippenspiel in der Kirche am 1. Advent. Doch wenn die Sechsjährige an der Orgel sitzt, ist sie weniger aufgeregt. "Da sieht sie keiner", verrät ihr Vater Enrico Koch mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht.

Plötzlich ertönt "Alle meine Entchen" aus den Orgelpfeifen. Emma spielt das Lied. Doch nicht mit den Händen, sondern mit den Füßen. Das ist keine Leichtigkeit für die Kleine, denn Emmas Füße reichen noch nicht nach ganz unten, wenn sie auf der Bank vor der Orgel sitzt. Doch Emma kennt einen Trick, sie rutscht einfach ein Stück weiter nach vorn und kann dann auch mit ihren Füßen spielen. Die Tonleiter bekommt sie ebenfalls ohne Probleme hin. "Soll ich die mal rückwärts spielen", fragt die kleine Orgelspielerin und lächelt. Auch das ist kein Problem. Gemeinsam mit ihrem Vater Enrico Koch spielt die Sechsjährige ebenfalls zu Hause. "Ich spiele das Horn und Emma sitzt am Klavier. So machen wir gemeinsam Hausmusik", erklärt Enrico Koch.

Wenn Emma Koch nicht gerade am Üben ist, dann sitzt sie entweder noch in der Schule oder im Hort. Dort macht sie Hausaufgaben und spielt mit anderen Kindern, bevor es nach Hause geht. Neben der Musik gibt es noch zwei andere Dinge, die Emma Spaß bringen: Lesen und Schreiben. Am liebsten spielt Emma das "Lied vom Klapperstorch", aber auch die Vogelhochzeit bringt der kleinen Orgelspielerin Spaß. Dann huschen wieder die kleinen Finger von Emma über die Tasten der Orgel, mal über die Schwarzen und mal über die Weißen, aber immer im richtigen Takt.

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