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Lübzer Kleingartenverein : „Eldestrand“ wählt neuen Vorstand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Generationswechsel bei Kleingärtnern in Lübz. Helmut Zeschke legt sein Amt als Vorsitzender nach nunmehr 12 Jahren nieder

Einen Generationswechsel vollzog der Lübzer Kleingartenverein „Eldestrand“ bei seiner jüngsten Mitgliederversammlung.

Von den derzeit 71 Kleingärtner hatten sich dazu am Samstagnachmittag etwas mehr als die Hälfte auf dem Vereinsgelände an der Schmiedestraße / L 25 gegenüber der Lübzer Brauerei eingefunden. Ihnen eröffnete Helmut Zeschke, dass er sein Amt als Vorsitzender nach nunmehr 12 Jahren aus gesundheitlichen Gründen niederlegen und kürzer treten wolle. „Vier Herzinfarkte sind Warnzeichen genug“, meinte der 70-Jährige. Für ihn wählte die Mitgliederversammlung Jana Studier-Meyer (49). Auch Zeschkes Stellvertreter Jürgen Kühn (64) trat in den Ruhestand. Für ihn rückte Stefan Junghans (32) in den Vereinsvorstand nach, der in den Positionen Petra Malchow (Schriftführerein), Dieter Oldenburg (Schatzmeister) und Hartmut Kruse (Technik) ansonsten unverändert bleibt. Den Ruheständlern wurde für ihre langjährige Arbeit mit Präsentkorben und Blumen für ihre Ehefrauen gedankt. Sie versicherten, ihre Nachfolger in der Amtsführung für die Zeit des Übergangs mit Rat und Tat zu unterstützen.

Der Kleingartenverein „Eldestrand“ wurde vor 95 Jahren gegründet. Derzeit bewirtschaften die Pächter 98 Parzellen mit einer Gesamtfläche von fast 38350 Quadratmetern. „Die Mitglieder fühlen sich wohl, es herrscht viel gegenseitige Unterstützung und keine Gängelei“, stellte Zeschke fest. Ein Kraftakt für viele Gartenfreunde war der Anschluss ihrer Toiletten an eine zentrale Abwasserentsorgung. Mit der Vorplanung war bereits 2011 begonnen worden, sodass rechtzeitig Förderanträge gestellt werden konnten. Im Endausbau werden 43 Gärten angeschlossen sein. „Bei uns gibt es kein Gartenhaus mit Toilette mehr, dessen Abwasserproduktion nicht ordnungsgemäß entsorgt wird“, freute sich Zeschke im letzten Rechenschaftsbericht seiner Amtszeit. „Durch die ordnungsgemäße Abwasserentsorgung ist unsere Gartenanlage zukunftssicher.“ Für die Abfuhr aus den Sammelgruben wird künftig pauschal ein Kostenbeitrag von jeweils zehn Euro erhoben. Außerdem wird gemäß dem Frischwasserbezug individuell eine Gebühr von derzeit 4,37 Euro pro Kubikmeter in Rechnung gestellt. Wasseruhr, Anschluss- und Rohrmaterial waren durch Anschlussbeiträge finanziert worden. Die erforderlichen Arbeiten wurden in Eigenhilfe erledigt, die Wege mit den Hauptleitungen anschließend wieder hergerichtet. Der Verein hat für neue Anschlüsse oder Betriebsstörungen noch genug Geld auf der hohen Kante. „Auch durch unvorhersehbare Forderungen werden wir nicht in Not geraten“, freute sich Schatzmeister Oldenburg. Seine Finanzplanung für 2014 wurde einstimmig befürwortet.

Sorge bereitet, dass nicht alle Gartenfreunde die gesetzliche Forderung nach einer Drittelteilung ihres Pachtgeländes erfüllen und stattdessen ihre Anbaufläche für Gemüse zugunsten von Erholungsflächen reduzieren. Einzig dadurch, dass einige Gartenfreunde große Flächen mit Gemüse bebauen, werde die Vorgabe noch erfüllt. „Sonst droht uns der Entzug der Gemeinützigkeit“, malte Zeschke als schmerzhafte Folge aus. Einstimmig bekräftigte die Mitgliederversammlung, dass nach wie vor jeder Gartenfreund jährlich sechs Einsatzstunden für gemeinützige Zwecke in den Verein einbringen muss. Hiervon erhofft sich der Vorstand, dass sich der Zustand vieler Freiflächen auf dem Vereinsgelände deutlich verbessert. „Unsere Vereinsarbeit hat in Lübz und Umgebung einen guten Ruf“, schloss Helmut Zeschke die Versammlung.

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