In olympischer Mission : Eldenburg-Gymnasium kämpft mit um den Sieg

Frank Böhm (l.), hier mit Lehrer Gerd Vorhauer, leiht unter anderem auch hier von beiden Männern ausprobierte 'Body-Balls', die man sich überstülpt und dann mit ihnen durch Anstoßen des anderen versucht, ihn weich zu Fall zu bringen. Ilja Baatz
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Frank Böhm (l.), hier mit Lehrer Gerd Vorhauer, leiht unter anderem auch hier von beiden Männern ausprobierte "Body-Balls", die man sich überstülpt und dann mit ihnen durch Anstoßen des anderen versucht, ihn weich zu Fall zu bringen. Ilja Baatz

In Lübz steigt die Spannung: Dort findet Ende des Monats das Finale des sportlichen Städtewettbewerbs "Mission Olympic" statt. Mit dabei sind auch die Schüler des Eldenburg-Gymnasiums.

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10. Mai 2013, 06:47 Uhr

lübz | Wegen des sportlichen Städtewettbewerbs "Mission Olympic" am 31. Mai und 1. Juni steigt in der Finalstadt Lübz die Spannung. Um ihr mit zum Sieg zu verhelfen, hat sich auch das Eldenburg-Gymnasium Gedanken um eine Teilnahme gemacht. Ergebnis: Am 31. Mai wird die gesamte Schule an die Broocker Badestelle am Kritzower See verlegt. Grundsätzlich möglich macht dies Randolf Beck, Pächter der Badestelle, der zusätzlich die Versorgung übernimmt. "Sagenhafte Unterstützung haben wir außerdem durch Frank Böhm, der uns teure Geräte für mehrere Disziplinen kostenlos zur Verfügung stellt", sagt Lehrer Gerd Vorhauer, am Gymnasium für die Organisation der Teilnahme an "Mission Olympic" verantwortlich. Böhm, ein gebürtiger Hamburger, ist Inhaber der Lübzer Firma "Abenteuer in Mecklenburg", die bundesweit Sportveranstaltungen organisiert und dafür auch die entsprechende Ausrüstung liefert. Durch ihn möglich gewordene Höhepunkte sind unter anderem der Wettkampf an einem riesigen Sprungkissen, bei dem es darum geht, einen darauf sitzenden, durch einen gezielten Sprung dann hochfliegenden Mitschüler ins Wasser zu katapultieren, und das Ziehen eines Holzfloßes über den See. Vorher muss es zusammengesetzt, anschließend wieder auseinander genommen werden. Wie das "Rettungsinsel-Netzklettern" ist auch dies mit Rudern verbunden.

Allein das Engagement Böhms hat einen Wert von gut 1500 Euro. "Ich finde, dass man bei einem gerade für eine kleine Stadt so besonderen Ereignis auch als Unternehmer Einsatz zeigen kann", sagt er. "Die meisten Menschen warten heutzutage meiner Erfahrung nach darauf, dass etwas passiert. Dabei muss man selber etwas tun - generell, nicht nur bei besonderen Ereignissen." Auch in Mecklenburg gebe es viele schöne Orte, so dass es umso wichtiger sei, einem vor der Wahl stehenden Urlauber die Entscheidung für einen Besuch von Lübz schmackhaft zu machen: "Dafür brauche ich ein - so möchte ich es einmal nennen - Alleinstellungsmerkmal, durch das sich ein Ort von der Masse unterscheidet. Mission Olympic ist keines, aber diese Veranstaltung hilft dabei, es zu erschaffen."

Laut Vorhauer gehe es bei dem Wettbewerb nicht nur Punkte für die Teilnehmerzahl und die eingesetzte Kraft, sondern auch für die besondere Idee. Dazu gehören unter anderem die "menschliche Schubkarre" (ein liegender Schüler stützt sich auf einer durch ein Schubkarrenrad gezogenen Achse ab und wird von einem Mitschüler geschoben) und das Herunterholen von Bällen von einer mit Schmierseife eingesprühten Gummibahn. Dabei müssen sich die Teilnehmer gegen ein straff gespanntes, sie festhaltendes Gummiband durchsetzen. Diese beiden Stationen gehören zu den schwersten. Nicht alltägliche Angebote ermöglichen zudem die Straußenfarm Riederfelde (Kegeln mit leeren Straußeneiern) und aus Dobbertin kommt die Stammbesatzung von zwei Drachenbooten, mit denen eine Regatta ausgetragen wird.

Für die insgesamt 14 Klassen mit rund 350 Schülern und 30 Lehrer soll am 31. Mai möglichst jeder Schritt Punkte bringen: Alle fahren morgens um 8 Uhr von Plau am See beziehungsweise von der Schule aus schon mit dem Fahrrad zum See (rund zehn und acht Kilometer), wo die Wettkämpfe an 21 Stationen von 9.30 bis 13 Uhr stattfinden. Zur Absicherung ist das DRK eingebunden.

"Die uns überall entgegen gebrachte Hilfsbereitschaft, etwa auch im Raiffeisen-Baumarkt, der uns für die Spiele mit viel Material unterstützt, hat mich mit am meisten erfreut", sagt Vorhauer. Weitere Motivation für die Schüler seien schulinterne Klassenwettkämpfe. Engagement zeigt hier der "Mecklenburger Hof" in Werder: In ihm darf die Gewinnerklasse kostenlos kegeln. Außerdem gibt es Freikarten unter anderem für Hansa Rostock, Kino, Theater, den Plauer Kletterpark und den Bärenwald Müritz. "Im Moviestar und im Kletterpark zum Beispiel habe ich sie gleich in die Hand bekommen", erzählt Vorhauer begeistert. "Ich hätte mir das alles viel schwieriger vorgestellt."

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