Förderverein : Einstehen für die Plauer Feuerwehr

Die Mitglieder des Fördervereins einigten sich darauf, die alte, nicht mehr zeitgemäße Satzung zu überarbeiten. Sofern sie beschlossen ist, wird der Vorstand neu gewählt.
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Die Mitglieder des Fördervereins einigten sich darauf, die alte, nicht mehr zeitgemäße Satzung zu überarbeiten. Sofern sie beschlossen ist, wird der Vorstand neu gewählt.

Viele Wünsche konnten schon erfüllt werden: Seit 22 Jahren unterstützt der Förderverein die Arbeit in der Feuerwehr und der Jugendwehr

svz.de von
08. Mai 2017, 21:00 Uhr

Den Kameraden der Plauer Freiwilligen Feuerwehr steht seit 22 Jahren ein rühriger Förderverein zur Seite. Dieser kam am Freitag zu seiner Jahreshauptversammlung zusammen. Vereinsvorsitzender Jens Fengler erstattete den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016. Eingangs erinnerte er an die Intentionen, die zur Vereinsgründung führten: „Der Förderverein dient der Unterstützung der Feuerwehr, hilft dann, wenn die Stadtverwaltung nicht mehr helfen kann und darf, da sie auf Grund ihrer Finanzlage nur Pflichtaufgaben übernehmen darf, ob sie will oder nicht. Die Schwelle von Pflichtaufgabe zu den freiwilliger Aufgabe ist oftmals schnell erreicht.“

So wird der Wehr geholfen bei der Anschaffung von Werkzeugen, Ausrüstung, Geräten und Kleidung, bei der Durchführung von Veranstaltungen wie beim Tag der offenen Tür mit der Bewirtung. Ein wichtiger Punkt ist die Förderung der Jugendfeuerwehr, so schenkte der Verein der Jugendfeuerwehr ein „Rauchhaus“, welches der Brandschutzerziehung dient. 2016 wurden die Veranstaltungen zum 120-jährigen Bestehen der Plauer Feuerwehr finanziell unterstützt. Etliche Mitglieder haben einen Frühjahrsputz durchgeführt, es wurden Poloshirts für die Kameraden bezahlt, ferner Liegen für die Jugendwehr, eine Beamer-Leinwand und Werkzeug für die hauseigene Werkstatt der Feuerwehr.

Der Förderverein zählt 138 Mitglieder. „Das hört sich viel an, es sind aber immer noch zu wenig“, so Jens Fengler. „Wünschenswert wäre es, nahezu jeden Haus- und Ferienhausbesitzer und Unternehmer in unserer Stadt als Mitglied führen zu können. Um der Erfüllung dieses Wunsches näher zu kommen, können wir nur immer und immer wieder die Werbetrommel rühren und Mitbürger ansprechen, um sie als Mitglieder zu werben.“

Roswitha Krause legte in ihrem Finanzbericht die finanzielle Situation dar: Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden in Höhe von 14  700 Euro standen Ausgaben von 13  520 Euro gegenüber.

Der Vorstand brachte einen Vorschlag zur Satzungsänderung ein. Es ging darum, ob es nicht besser wäre, die Vorstandsmitglieder auf unbestimmte Zeit zu wählen statt wie bisher für zwei Jahre. Die Mehrheit war für einen Zeitraum von vier Jahren. In der Diskussion zeigte sich, dass es einen generellen Handlungsbedarf für die Satzung gibt. Bürgermeister Norbert Reier sprach an, dass eine Entschädigungsregelung fehlt, es nicht ersichtlich ist, welche Aufgaben der Beirat hat. Die Stimmübertragung müsste abgeschafft werden, auch wäre die Gemeinnützigkeit wichtig, denn der Verein hat keine Gewinnabsicht.

Dr. Hans-Joachim Reinig war aufgefallen, dass der Förderverein kein eingetragener Verein ist, dass müsste unbedingt nachgeholt werden. So bestimmten die Mitglieder einstimmig, dass bis zur Versammlung im Herbst eine neue, zeitgemäße Satzung vorzulegen ist.

Wehrführer Ronny Ax – gerade von einem Küchenbrandeinsatz zurückgekehrt – dankte dem Förderverein für dessen Unterstützung. Er hob besonders den Einsatz für die Jugendwehr hervor, ob nun das Zeltlager oder das Sommercamp, wofür auch Jugendwartin Christin Roesch herzlich dankte, „das Sommercamp ist in jedem Jahr das Highlight für die Kinder. In dem Sommerferien wollen wir mit 30 Personen eine Woche an den Werbellinsee fahren.“ Das kostet die Eltern nur 50 Euro pro Kind. Der Großteil des benötigten Geldes von 5000 Euro wird eingeworben, so fließen die Erlöse vom Tannenbaumverbrennen und von der Tombola bei der Eröffnung der „Ofen-Stube“ in dieses Vorhaben. Der Förderverein beschloss jetzt, die noch fehlenden 2000 Euro zu übernehmen.

Am 1. Juli feiert die Jugendwehr ihr 25-jähriges Bestehen. Dazu sind vier weitere Jugendwehren eingeladen. Am Vormittag werden die Kinder und Jugendlichen an mehreren Stationen im Stadtgebiet zeigen, was sie schon können. Am Nachmittag gibt es am Heizhaus am Wittstocker Weg einen „Feuerwehrmitmachtag“. Der Förderverein übernimmt die Finanzierung des Tages.

Vorgesehen war, dass die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählt. Da man jedoch übereingekommen war, bis zum Herbst zunächst die Satzung zu überarbeiten. Die Wahl findet statt, sobald die Satzung beschlossen ist.



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