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Großübung auf Airport Parchim : Einsatz mit Panther, Puma und Co

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

121 Kameraden von Feuerwehr und DRK bei Großübung auf dem Parchimer Airport im Einsatz

von
erstellt am 25.Mai.2015 | 20:00 Uhr

Eine groß angelegte Übung hielt am Freitag Abend 121 Rettungskräfte, darunter 46 Atemschutzträger sowie 13 Kameraden, die unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) agieren können, von Feuerwehr und DRK auf dem Parchimer Airport in Atem: Geprobt wurde das Zusammenspiel der Flughafenfeuerwehr mit anderen Wehren des Amtes Parchimer Umland sowie mit dem DRK Sanitäts- und Betreuungszug. „Laut Gesetz müssen wir zwei Übungen im Jahr absolvieren, das ist eine davon“, verdeutlicht Eugen Arnstadt, Leiter des Flughafenbetriebes. Das Szenario: Ein Flugzeug mit rund 170 Passagieren an Bord müsse wegen Rauchentwicklung an Bord in Parchim notlanden. Um 18.30 Uhr gab der Tower die Meldung an die Flughafenwehr und die Integrierte Leitstelle Westmecklenburg weiter. Zeitgleich begaben sich die Kameraden der Flughafenwehr, die zur privaten Sicherheitsfirma Parchim Wacht gehören, zu Puma, Panther und Buffalo. Dabei handelt es sich um Flugfeldlöschfahrzeuge mit Wasser sowie Schaummittel an Bord und großen Wasserwerfern, die aus großer Entfernung agieren können.

Derweil wurden die Freiwilligen Wehren in Parchim, Spornitz, Matzlow-Garwitz, Raduhn, Domsühl, Zölkow, Groß Godems, Stolpe und Rom, die Amtswehrführung Parchimer Umland sowie der DRK Sanitäts- und Betreuungszug alarmiert. Um 18.46 Uhr trafen die ersten Wehren am Einsatzort ein, weitere folgten im Minutentakt. „Das Ziel dieser Übung ist nicht die konkrete Brandbekämpfung. Vielmehr wollen wir den Zeitfaktor von der Alarmierung bis zur Einsatzbereitschaft vor Ort, die Kommunikation bei unterschiedlichen Funksystemen sowie das Zusammenwirken der unterschiedlichsten Kräfte testen“, erklärt Einsatzleiter Dirk Rehberg.

Er ist einer der beiden Schichtleiter der Flughafenfeuerwehr und ehrenamtlicher Zugführer bei der Lübzer Feuerwehr. In Kürze wird er mit einem weiteren Kollegen in Leipzig einen Lehrgang absolvieren, um sich mit noch mehr Knowhow für solche Situationen auszurüsten. Flughafenchef Arnstadt dankte allen Akteuren der Übung für ihr Engagement. Der Leiter des Vorfeldes Ralf Menning schloss sich dem an. Bereits seit zwei Jahren werden die Wehrführer aus dem Umland regelmäßig eingeladen, um Ortskenntnisse zu erhalten und sie auch mit den flughafenspezifischen Bedingungen vertraut zu machen. Klar war allen, dass diese Übung mit einem Freitag Abend zu einem fast idealen Zeitpunkt stattfand. Parchims Wehrführer Bernd Schröder und der Amtswehrführer des Amtes Parchimer Umland Frank Schweitzer gaben zu bedenken, dass im Ernstfall mitten in der Woche an Arbeitstagen sicherlich weitere Kräfte alarmiert werden müssten, da durch Job und Ausbildung dann nicht alle Wehren mit voller Mannschaftsstärke anrücken würden.

 

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