Jubiläum : Eine Zimmerei mit langer Tradition

Bereit zum Abtransport: Die Holzbretter eines neuen Dachstuhls werden in den kommenden Tagen verbaut.
Bereit zum Abtransport: Die Holzbretter eines neuen Dachstuhls werden in den kommenden Tagen verbaut.

Seit 25 Jahren führt Thomas Grube sein Handwerksunternehmen in Lübz. Als Zimmermann trat er in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters

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10. April 2015, 22:00 Uhr

Es gehört irgendwie schon zum Lübzer Stadtbild, wenn in der Grevener Straße meterlange schwere Holzbretter auf einen Anhänger geladen werden. Und es gehört auch zur Tradition, dass in dieser Straße immer mit Holz gearbeitet wurde. Seit 25 Jahren führt Thomas Grube hier seinen Zimmereibetrieb. Doch das Unternehmen wurde bereits im Jahre 1929 von seinem Großvater Friedrich Grube gegründet. „Wir sind jetzt in der dritten Generation“, so Thomas Grube. „Mein Großvater hatte sich damals selbstständig gemacht. Danach hat mein Vater die Zimmerei übernommen, bis sie in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt wurde.“ Und auch für den Lübzer Unternehmer stand schon immer fest, in die Fußstapfen seiner Väter zu treten.


Über 70 Dachstühle in einem Jahr


Heute beschäftigt Thomas Grube insgesamt sechs Handwerker. Und die Auftragslage ist gut. „Letztes Jahr haben wir 72 Dachstühle und rund zehn Treppen angefertigt“, erzählt der 55-jährige Lübzer. Darauf hat sich der Zimmerermeister spezialisiert. Angefangen habe er mit dem Treppenbau, doch kurz nach der Wende habe sich das Geschäft um 180 Grad gedreht und die Nachfrage nach Dachstühlen wurde immer größer. Für einen Auftrag nimmt der Unternehmer aber auch mehrere hundert Kilometer Anfahrt in Kauf. „Wir arbeiten an vielen Baustellen rund um Hamburg und auch bis nach Berlin“, so Grube. Doch auch in seiner Heimatstadt Lübz hat die Zimmerei an vielen Projekten mitgearbeitet. Vor fünf Jahren waren sie an der Dachsanierung des Eldenburg Gymnasiums beteiligt, arbeiteten am Projekt sozialer Wohnungsbau mit, unterstützten die Bauarbeiten am Lübzer Pfarrhaus und fördern zudem Sportveranstaltungen wie Fußballturniere in der Region.

Ein immer wieder aufkommendes Thema in der Zimmerei sei der Fachkräftemangel. „Es wird schwieriger, geeignete Leute zu finden“, so Grube. Die Auszubildenden, die in der Zimmerei gelernt haben, seien alle zu Lohn und Brot gekommen. „Mein jetziger Lehrling ist sehr gut, er wird uns aber auch verlassen“, so der Meister. Er habe vor, nach der Lehre Architektur zu studieren. „Wir suchen für dieses Ausbildungsjahr noch händeringend einen Azubi.“ Interessierte können sich beim Unternehmen Zimmerei & Treppenbau Thomas Grube sofort bewerben.

Immer an der Seite von Thomas Grube, seine Frau Ute. Sie hält die Stellung im Büro in Lübz und ist seit 1991 die „gute Seele des Hauses“. Gemeinsam ist das Paar in den vergangenen 25 Jahren durch viele Höhen aber auch Tiefen gegangen. „Es ist immer eine Herausforderung. Man muss am Ball bleiben und darf nicht sagen, jetzt habe ich es geschafft“, erzählt der Meister. „Aber ich würde den Schritt in die Selbstständigkeit immer wieder machen.“


Neue Halle für das Holz ist in Planung


Für die Zukunft hat sich der Unternehmer noch einiges vorgenommen. „Wir haben gerade unseren Hof vergrößert und in diesem Jahr soll noch eine Halle auf dem Grundstück entstehen, damit das Holz trocken untergebracht werden kann. Und vor allem hoffe ich, wir bleiben fit und gesund. Mindestens zehn Jahre möchte ich noch weitermachen.“

Der Grundstein für die vierte Generation des Zimmereibetriebes in Lübz ist auch schon gelegt. Sohn Mathias Grube, ebenfalls Zimmermann und in der Meisterausbildung, hat schon alle Voraussetzungen, den Betrieb einmal weiterzuführen.

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