Passow : Ein Mann mit vielen Ideen

Der Name ist Programm: Heiko Neumann ist der neue Mann vom Strandbad. Er will dem Ort einen frischen Anstrich verleihen.
Der Name ist Programm: Heiko Neumann ist der neue Mann vom Strandbad. Er will dem Ort einen frischen Anstrich verleihen.

Seit Januar bewirtschaftet Heiko Neumann das Passower Naturbad – Gemeinde bangt um Finanzierung der notwendigen Sanierung

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24. Februar 2019, 05:00 Uhr

Er heißt Heiko Neumann und sein Name ist Programm: er ist der neue Mann vom Passower Naturbad. Seit Januar bewirtschaftet der 44-Jährige das Strandbad mit Imbissbetrieb am Passower See. Für den Neuanfang am 36 Hektar großen Gewässer nimmt sich der Sehlsdorfer viel vor. Bereits vor dem Saisonstart will Heiko Neumann dem Freibad mit verschiedenen Veranstaltungen frischen Wind verleihen.

Da er sich ohnehin selbstständig machen wollte, sei Heiko Neumann an dem Objekt sofort interessiert gewesen. Schnell nahm er mit dem Passower Bürgermeister Frank Busch Kontakt auf und legte ihm seine Pläne dar. „So möchte ich nicht nur Imbiss aus der Fritöse anbieten, sondern auch frische Küche an den Gast bringen“, erzählt Neumann gegenüber SVZ. Auch wenn er das gastronomische Angebot um neue, leckere Rezepte erweitern werde, bleibt es bei einem Imbissbetrieb. Das heißt: heiße Pommes und kaltes Eis, eben die Sachen, die im Sommer zum Freibadbesuch dazugehören, wird es weiterhin geben. Neben der modifizierten Speisekarte will Heiko Neumann neue Angebote am Passower Badestrand etablieren. „Demnächst sollen hier auch Floh- und Altertumsmärkte sowie Kleintierbörsen stattfinden. Die Veranstaltungen sollen das Dorfleben anregen“, so der Sehlsdorfer. Daneben werde es Feste zum Kinder- und Herrentag, ein Neptunfest sowie ein Sommer- und ein Winterfest geben. Auch an den Öffnungszeiten schraubt Neumann ein wenig. „Wenn der Strand im Sommer bis abends voll sein sollte, werde ich nicht um 18 Uhr die Hütte zu machen“, sagt der neue Pächter.

Für den 30. und 31. März ist ein Arbeitseinsatz geplant: Das Schilf soll verschnitten, der Strand gereinigt und die Bänke sollen neu gestrichen werden. „Jeder, der sich am Einsatz beteiligt, bekommt eine Jahresfreikarte gestellt“, sagt Heiko Neumann.

Während der neue Pächter große Pläne für das Naturbad hat, kämpfe die Gemeinde seit drei Jahren für die baldige Instandsetzung des Objekts. Die gesamte Sanierung koste rund 130 000 Euro. Der größte Teil, also Fördermittel in Höhe von 114 000 Euro, seien bereits bewilligt worden. Nun fehle ein Eigenanteil von 13 900 Euro, so Frank Busch, Bürgermeister von Passow gegenüber SVZ. „Jedoch ist unser Haushalt nicht ausgeglichen, daher hat die Gemeinde einen Sperrvermerk auferlegt bekommen“, sagt er. Dieser Vermerk gibt vor, dass die Ausgabe für die Naturbad-Sanierung nicht getätigt werden darf. „Das bedeutet, dass die Gemeinde für die Instandsetzung auf Biegen und Brechen 13 900 Euro zusammenkriegen muss“, so der Gemeindevorsteher. Die Sanierung der Anlage sei mehr als notwendig. „Das Gebäude, der Steg, die Toiletten, das Dach, die Elektrik und vieles andere entspricht nicht mehr den Ansprüchen. Dabei ist die Badestelle ein Stück Infrastruktur im Dorf und daher ein wichtiger Bestandteil“, sagt Busch. Er meint, der Steg müsse dieses Jahr unbedingt repariert werden, ansonsten bestehe Unfallgefahr.

Den neuen Pächter Heiko Neumann wolle er bei seinen Vorhaben unterstützen, sagte er weiterhin.

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