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20 Fragen zum Wochenende : Ein Goldberger mit zwei Leidenschaften

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Handball und Kochen: Diese beiden Dinge sind aus Peter Larischs Leben nicht wegzudenken. Heute stellt sich der Mecklenburger den 20 Fragen zum Wochenende

von
erstellt am 16.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Die Gastronomie gehörte schon immer zum Leben von Peter Larisch. Seine Eltern besaßen ihr eigenes Restaurant in Goldberg und auch der Mecklenburger steht seit über 32 Jahren selbst in der Küche seiner Gaststätte in der Mildenitzstadt. „Meine Frau führt das Restaurant seit einigen Monaten, aber ich helfe immer noch gerne aus“, so der Goldberger Koch, der nun offiziell in den Ruhestand gegangen ist. Doch Peter Larisch geht seit seiner Kindheit auch einer zweiten Leidenschaft nach: dem Handball. Nach der Kellner-Lehre entschied er sich für den Sport, wurde Handball-Profi. Mit dem SC Leipzig wurde er in der Saison 1971/72 ungeschlagen DDR-Meister. 1972 gehörte er zur Nationalmannschaft der DDR, die bei Olympia 1972 in München spielte und den vierten Platz belegte und ab 1986 spielte Larisch bei Post Schwerin. Er bestritt über 500 Spiele für Post und war mit 154 Toren in der Saison 1979/80 der beste Torwerfer der DDR-Oberliga. Aufgrund einer Verletzung kehrte der gebürtige Goldberger zurück in die Heimat und zurück zur Gastronomie.

Was Peter Larisch neben seinen zwei großen Leidenschaften, Kochen und Handball, noch gern können würde, verrät er Volontärin Nadja Hoffmann in den 20 SVZ-Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Region?
Am Dobbertiner See auf der Goldberger Seite. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über den See auf das Kloster und Dobbertin.
Wären Sie Bürgermeister, was würden Sie sofort ändern?
In Goldberg lassen sich nur kleine Brötchen backen. Unser Bürgermeister führt sein Amt ehrenamtlich aus und wir sollten ihn so gut es geht unterstützen. Als alter Goldberger macht man mit, seine Stadt vorwärts zu bringen.
Was wollten Sie als Kind mal werden ?
Ich war schon immer sportlich, als Jugendlicher konnte ich nicht still sitzen. Ich wollte einfach immer schon Sportler werden. Es gab eigentlich nichts Schöneres für mich.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
So wie alle auf dem Feld beim Kartoffeln ernten. Später habe ich dann den Treckerführerschein gemacht und auch das Heu eingefahren. Da gab es 14 Ostmark und frische Eier zum Abendbrot. Und ich musste meinen Eltern in der Gastronomie helfen, aber da gab es kein Geld für.
Und wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich war ein Kuchen-Narr. Ich bin zum Bäcker gegangen und habe mir Berliner gekauft. Ich konnte zehn auf mal essen. Später habe ich mir auch Schuhe oder Schlaghosen gekauft.
Was würden Sie gerne können?
Als Kind hatten wir ein Klavier zu Hause und ich hatte auch etwas Unterricht. Aber ich war zu faul, das durchzuziehen. Heute würde ich gerne spielen können.
Was stört Sie an anderen?
Unzuverlässigkeit und Unpünktlichkeit.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Wir hatten bei uns eine Veranstaltung und „Meta“, ein Alleinunterhalter aus Neustadt, war hier. Ich habe herzlichst gelacht über diesen Mann.
Wenn Sie die Zeit zurückdrehen könnten: Was würden Sie anders machen?
Ich wäre vielleicht Handball-Trainer geworden. Aber ich habe mich für die Gastronomie entschieden und das ist auch ok.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Menschen, die sich für schwächere einsetzen. Tugce, die junge Frau, die sich für die anderen Mädchen eingesetzt hat, sie ist ein Held für mich. Der Tod der jungen Frau hat mich sehr mitgenommen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich habe gerade „Böhme - Eine deutsch-deutsche Handballgeschichte“ abgeschlossen. Sonst habe ich gar nicht so viel Zeit und lese viele neue Rezepte und informiere mich über Neuigkeiten in der Gastronomie.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Wenn die Zeit da ist, schaue ich Handball – auch über den Live-Ticker. Auch weil mein Sohn in der dritten Liga in Schwerin spielt.
Wie halten Sie sich fit: mit Gartenarbeit oder Sport?
Seit einem dreiviertel Jahr gebe ich einen Kurs, Ball-Sport-Spiele, im Kloster Dobbertin. Das ist für mich gut und macht den Bewohnern auch viel Spaß. Meine Frau hat mich dazu gebracht, sie macht mit ihnen Tanzsport.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Manfred Krug. Mit ihm bin ich groß geworden. Ich glaube ich habe noch eine alte LP-Platte von ihm, die ist bestimmt schon eingestaubt. Auch als Schauspieler habe ich ihn immer gemocht, zum Beispiel in König Drosselbart. Er hat einfach eine sehr starke Lebensgeschichte.
Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei auf den Tisch?
Ich bin nun mal der Koch in der Familie. Wenn ich nicht koche, kommt eigentlich nur Aufschnitt und Brot auf den Tisch. Aber auch die ausländische Küche finde ich sehr interessant. Ich probiere gerne alles, auch Froschschenkel aus Frankreich.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönsten Erinnerungen?
Ich bin mit den Beatles und Stones groß geworden. Wenn ich „Wild Thing“ höre, drehe ich auf. Im Auto hören die anderen dann draußen garantiert mit.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne, und von wem haben Sie es bekommen?
1964 zur Jugendweihe habe ich von meiner damaligen Klassenlehrerin ein Miniradio geschenkt bekommen. Ich saß in der Gaststätte die gesamte Zeit in der Ecke und habe mit Ohrstöpseln Radio gehört.
Welchen Traum möchten Sie sich erfüllen?
Meine drei Kinder sind noch nicht verheiratet. Ich möchte gern noch auf ihren Hochzeiten tanzen.
Was würden Sie als Rentner machen?
Noch ein bisschen reisen mit meiner Frau zusammen und die Welt kennen lernen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?
Dr. Gerd Wallstabe. Er war Arzt in Lübz. Jetzt hat sein Sohn die Praxis übernommen, aber hilft gern ab und zu noch mit aus.

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