zur Navigation springen

Sommertour: Ministerpräsident besucht Wangeliner Garten : Ein Garten-Salat für Erwin Sellering

vom

Erwin Sellering schlendert durch den Wangeliner Garten. Aus dem Staunen kommt der Ministerpräsident nicht mehr heraus. Denn der Schau- und Lehrgarten hat eine Besonderheit: Es ist der größte Kräutergarten Mecklenburgs.

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2013 | 04:09 Uhr

Wangelin | Locker das Jackett über die Schulter geworfen schlendert Ministerpräsident Erwin Sellering durch den Wangeliner Garten. Aus dem Staunen kommt der SPD-Politiker nicht mehr heraus. Denn der gut 15 000 Quadratmeter große Schau- und Lehrgarten hat eine Besonderheit: Es ist der größte Kräutergarten Mecklenburgs. Das erzählt Gartenchefin Kerstin Breuer bei einer persönlichen Führung durch den Wangeliner Garten am Freitagvormittag. "Ich hätte meine Frau mitnehmen sollen. Die interessiert sich sehr für Pflanzen und Gärten", verrät Ministerpräsident Erwin Sellering. Hier und da schaut er sich um, immer noch das Jackett über die Schulter geworfen, denn die 30 Grad-Celsius-Marke ist auch an diesem hochsommerlichen Vormittag bereits geknackt.

Die Tour mit dem Ministerpräsidenten nimmt seinen Lauf. Ganz zu Beginn startet Kerstin Breuer mit ihren Informationen zum Bauerngarten. "Das hier ist ein Bauerngarten norddeutscher Prägung. Alles, was Sie hier sehen können, landet später in unserer Gastronomie auf dem Teller", erzählt die Gartenchefin. Der Garten ist groß, die zirka 1,5 Hektar sind in neun Teile getrennt, jeder Teil hat sein eigenes Thema. Entstanden ist der Wangeliner Garten vor mehr als 20 Jahren aus einer Wiese. Keine leichte Aufgabe, wie auch Klaus Hirrich vom Verein Fal e.V. weiß: "Das hier mehr als 20 Jahre aufrechtzuhalten, braucht schon einen langen Atem. Und seien wir ehrlich auch viel Unterstützung." Kerstin Breuer weiß, wovon sie spricht, hat sie doch für den Ministerpräsidenten zu jeder Pflanze die passende Information in der Hinterhand. Vor allem bei den Zauberpflanzen spitzt der Politiker ganz besonders die Ohren. "Hier haben wir die sogenannten Zauberpflanzen, die Droge Hopfen für den Alkohol, die Droge Tabak für die Zigaretten und wofür der Mohn ist, wissen wir, glaube ich alle", erzählt Kerstin Breuer scherzhaft. "Und hier vorne haben wir die Aphrodisiaka und Pflanzen, mit denen wir jemanden ins Jenseits befördern können." "Ach", entschlüpft es Erwin Sellering. "Na, wenn Sie schon ,ach sagen, will ich darauf gar nicht näher eingehen", flachsen Gartenchefin und Ministerpräsident gemeinsam herum.

Die schönsten Pflanzen und Blumen finden sich im Wangeliner Garten. Auch der Ministerpräsident entdeckt die ein oder andere bekannte Pflanze und ist begeistert, wenn Kerstin Breuer ihm ihre besondere Funktion erzählt. So auch bei der Weberkarde, deren Spitzen dazu dienen, lose Textilfasern beim Herstellen von Vliesstoffen aufzulockern. "Ich finde es toll, dass wir hier in unserem Garten noch immer Pflanzen haben, die zum Beispiel auch im Garten von Karl dem Großen standen. Wenn auch in anderer Form. Das erdet mich, das zeigt, dass Pflanzen mehr als 1200 Jahre unter allen Umständen sich anpassen können", verdeutlicht Kerstin Breuer, warum sie diesen besonderen Garten erhalten möchte. Dann geht es für den SPD-Politiker ans Eingemachte. Auf einem kleinen Tischen inmitten der Streuobstwiese haben die Mitarbeiter des Wangeliner Gartens einen Garten-Salat für den Ministerpräsidenten vorbereitet. Erst zaghaft nimmt Erwin Sellering dann doch die Gabel in die Hand und probiert den kleinen sommerlichen Mittagssnack. "Der Salat hat toll geschmeckt. Das Rezept vom Dressing muss ich mir unbedingt geben lassen", resümiert der Ministerpräsident. Dann passiert es: Außerhalb des Protokolls verschwindet der Ministerpräsident durch ein kleines Gartentürchen und landet bei einer Gruppe von Lehmbaukünstlern. "Ich bin wirklich begeistert, was es hier alles gibt. Und wir müssen mit unserem Land werben, mit der Fläche, die wir hier haben", sagt Ministerpräsident Erwin Sellering abschließend. Mit vielleicht einem kleinen grünen Daumen und mehr Wissen über Gärten im Gepäck, schlendert der SPD-Politiker - das Jackett über die Schulter geworfen - zurück zu seinem Wagen. Jetzt geht es nach Rostock und dann ist seine diesjährige Sommertour beendet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen