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Künstler verschönert Fassade : Ein bisschen Walt Disney in Lübz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kai Arendt, Künstler aus Parchim, hat eine Hauswand auf Wunsch der Eigentümerin mit einem Löwen und anderen Exoten verziert

Kai Arendt greift zur Pistole, klettert die Leiter hinauf und drückt den Abzug. Herauskommt keine Kugel, sondern feinster Farbnebel. Die rote Farbe verteilt sich auf der Wand vor ihm. Kai Arendt ist Künstler, arbeitet mit Kreide, Pinsel und Airbrush-Pistole, mit der er in Lübz einen Löwen zum Leben erweckt. Eingebettet in eine afrikanische Landschaft findet sich dieser Löwe seit einiger Zeit auf einer riesigen Hauswand in der Marienstraße. Warum gerade ein Löwe? „Die Eigentümerin des Hauses ist Sternzeichen Löwe“, erklärt der Parchimer.

Die Wünsche seiner Kunden erfüllt Kai Arendt gern. Dennoch gibt er Tipps und Vorschläge. So auch der Lübzerin. „Sie wollte vor allem einen Löwen auf ihrer Hauswand haben. Davon riet ich ihr ab. Mit ein bisschen mehr komme der Löwe viel besser“, erläutert der Künstler weiter. Und so entstand in nur wenigen Tagen ein Hauch von Afrika inmitten der Eldestadt. Nashörner, Zebras, ein Gepard hoch oben auf einem Baum liegend und die unverkennbare afrikanische Landschaft haben in Lübz Einzug gehalten. Doch ganz so einfach ist die Arbeit nicht gewesen. Denn der Herbst ist da und mit ihm die Feuchtigkeit. „Die Wand ist noch zu feucht, die Farbe würde zerlaufen, wenn ich jetzt anfange“, erläutert Kai Arendt. Die Sonne ist bei seiner Arbeit ein ganz wichtiger Faktor. Sie trocknet die Farbe und die Hauswand. Doch Klärchen steht immer tiefer. Deshalb muss Kai Arendt zügig arbeiten. Für den erfahrenen Maler ist das aber kein Problem, hat er doch bereits viele Auftragsarbeiten erledigt, sogar über Deutschlands Grenzen hinaus – in Frankreich, Schweden, Finnland.

Bevor Kai Arendt aber zur Tat schreitet, sucht er sich Vorlagen. Schnappt sich dann seine Kreide und fängt an. „Ich zeichne alles Freihand mit Kreide vor. Schaue mir danach das Bild genau an, ob es mir so gefällt. Erst dann male ich wirklich.“ Und das mehr mit Pinsel als mit Pistole. „Airbrush ist mehr zusätzlich, nicht hauptsächlich“, erläutert der 47-Jährige. Feinheiten, Schattierungen werden mit dem feinen Farbnebel herausgekitzelt, dem Bild der letzte Feinschliff verpasst. So auch beim Löwen von Lübz. In der einen Hand hält Kai Arendt seine Vorlage, mit der rechten führt er die Airbrush-Pistole. Die Mähne bekommt jetzt ihre Färbung.

Der Löwe ist kein Unbekannter. Vor allem für Kinder nicht. Denn dieser Löwe heißt Aslan. Ihm begegnen Peter, Susan, Edmund und Lucy Pevensie in einer anderen Welt – in Narnia. Die Geschwister gelangen in die geheimnisvolle, magische Welt durch einen Wandschrank, per Zug oder durch ein Gemälde. Sie begegnen in Narnia nicht nur seltsamen Wesen, sondern auch der Magie.

Walt Disney war wohl die Muse für Kai Arendt. Zumindest beim Löwen. Denn Aslan brüllt jetzt nicht nur in Narnia, sondern auch in der Eldestadt. Hexerei und Zauberei waren hier nicht am Werk, sondern Kreativität und Kunst, Pinsel und Pistole. Doch Aslan, der Löwe, zieht einen auch in Lübz magisch in seinen Bann, in seine Walt Disney Welt Narnia. 

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