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Feuerwehrjugend Eldenburg Lübz : Eier-Laufen und Schlauchflechten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Erstes Zeltlager der Feuerwehrjugend des Amtes Eldenburg Lübz in Granzin war ein voller Erfolg. Die Tradition sollte fortgesetzt werden

Es herrschte wieder Leben auf dem alten Sportplatz mitten in Granzin, große Mannschaftszelte und fröhliches Kinder- und Jugendtreiben kündeten von einem Treffen der besonderen Art. Die Jugendfeuerwehren des Amtes Eldenburg Lübz richteten in der kleinen Gemeine ihr erstes Amtszeltlager, verbunden mit einem Feuerwehrmarsch, aus. „Einfach Klasse, unser Granzin ist positiv im Gespräch und es stärkt unser Zusammenleben im Dorf“, sagte Bürgermeisterin Ariane Köhler. Amtsleiter Thomas Rosenfeldt und Amtsjugendwart Sebastian Breuel  sind sich mit den über 60 Kindern einig, dass die Tradition des Zeltlagers fortgesetzt werden sollte, denn „es ist schade, dass derartige Treffen des Feuerwehrnachwuchses aus dem ehemaligen Parchimer Kreisfeuerwehrverband keine Fortsetzung im neuen Verband fand“, so Rosenfeldt. „Zwar gibt es einen Kreiswettkampf, wie er kürzlich in Parchim stattfand, aber ein Zeltlager über drei Tage ist doch etwas anderes und das Bedürfnis ist vorhanden“, ergänzt Breuel. Dank etlicher Sponsoren wie der Lübzer Bäckerei Lau und des Edeka-Zentrallagers in Malchow sowie vieler Helfer aus den Feuerwehren und der Gemeinde Granzin ist so ein Zeltlager auch machbar.

Von den sechs Jugendwehren des Amtes hatten fünf ihre Zelte aufgeschlagen und für den Feuerwehrmarsch am Sonnabend hatten sich acht Mannschaften gemeldet, denn Siggelkow, Lübz und Werder konnten jeweils zwei Teams ins Rennen schicken. Es ging über 4,5 Kilometer über Stock und Stein und dabei mussten neun Stationen angelaufen werden. Hier waren die unterschiedlichsten Aufgaben zu meistern, die zwar mit dem Feuerwehrwesen zu tun hatten, aber teilweise etwas abgewandelt waren, „denn der Spaß soll ja nicht zu kurz kommen“, so der Amtsjugendwart. Gleich nach dem Start galt es, seine Knotenkenntnisse unter Beweis zu stellen, dann folgte der Stand des DRK-Rettungsdienstes mit Enrico Fuhrmann und Ronny Ernst. Hier musste Erste Hilfe geleistet werden und einer der Kinder mimte die bewusstlose Person.

Nicht so einfach gestaltete sich das Flechten eines Zopfes, wenn man diese Aufgabe mit drei C-Schläuchen meistern muss. Auch die anderen Stationen wie der Wassergraben oder das Dosenwerfen mit nassen Schwämmen waren interessant und mitunter nicht ganz einfach. Beteiligt war auch eine Gruppe der Reservistenkameradschaft Lübz des Bundeswehrverbandes. „Wir haben viele Kontakte zur Feuerwehr und nur wenn die Vereine zusammen arbeiten, kann man etwas erreichen und deshalb sind wir dabei“, sagt der Oberstabsgefreite der Reserve Björn Poike. Die Reservisten betreuten den Stand bei den Medizinbällen und stellten auch weiteres Material für das Zeltlager zur Verfügung. Als besondere Aufgabe musste  ein rohes Ei über die gesamte Strecke transportiert werden und das war gar nicht so einfach, aber auch das wurde gemeistert.

Am gestrigen Sonntagvormittag gab es dann die erwartete Siegerehrung und als das beste Team konnte die zweite Mannschaft der Jugendfeuerwehr Werder geehrt werden, während die beiden Siggelkower Teams sich Platz zwei und drei teilten. Alle Teams erhielten Pokale und Urkunden über die Teilnahme und auch die Jüngsten, unter zehn Jahren, konnten sich nach einem extra Wettkampf am Sonnabendnachmittag über eine Medaille freuen. Zusätzlich wurde die Jugendflamme – ein Abzeichen als Nachweis der erfolgreichen Ausbildung – abgelegt. Dieses Abzeichen gibt es je nach Altersstufe in drei Stufen und wurde im ehemaligen Kreisfeuerwehrverband Parchim auch für die weitere Ausbildung zum Truppmann anerkannt. In Granzin haben alle Jugendlichen diese Extraprüfung der ersten beiden Stufen bestanden und können nun das Abzeichen und die dazu gehörige Bandschnalle tragen.


 

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erstellt am 11.Jul.2016 | 05:00 Uhr

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