Engagiert : Ehrenamt ist Trumpf

Die „Plauer Burgsänger“ mit ihrem Leiter Claus Swienty beim 10. Burghoffest.  Der  Shantychor  trennte  sich  im Januar  von ihm.
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Die „Plauer Burgsänger“ mit ihrem Leiter Claus Swienty beim 10. Burghoffest. Der Shantychor trennte sich im Januar von ihm.

Plauer Heimatverein zog Bilanz: Seine 121 Mitglieder sind in zwei Chören und bei den Burgfreunden aktiv. 1407 Stunden steckten sie im vergangenen Jahr allein ins Museum.

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24. März 2014, 13:00 Uhr

Einmal im Jahr ist „Kassensturz“. Beim Plauer Heimatverein – aktuell 121 Mitglieder stark – war der am Sonnabend. Und da kam einiges auf den Tisch. Denn immerhin war das Jahr 2013 gespickt mit vielen Highlights, großen Herausforderungen und unheimlich viel Arbeit.

Die Region noch fest vom Frost umklammert, begannen die Vorbereitungen für das Einräumen des Museums. Das hatte seinen mit Leader-Mitteln geförderten Um- und Ausbau im 1. Abschnitt (2011-13) am 18. Februar endlich geschafft. Und die Museumsfreunde um Dieter Ehrke und Dieter Froh, unterstützt von den Frauen im Verein und den Männern des Shantychores setzten alles dran, die umfangreiche Ausstellung „Technik des 19. Jahrhunderts“ bis zur geplanten Saisoneröffnung einzuräumen. Die Exponate waren an diversen Orten provisorisch, vor allem aber sicher zwischengelagert. „Herr Ehrke hat mal gerechnet und kommt auf zirka 1407 Stunden ehrenamtliche Arbeit, die durch unsere Museumsfreunde und Mitglieder geleistet wurden. Ich glaube dies ist einmalig in Deutschland“, sagte Vereinsvorsitzende Sonja Burmester und fand dankende Worte für so viel Engagement.

Warum sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre 2013 nicht weiter fortsetzte, stattdessen sowohl im Museum als auch im Burgturm etwa 4000 Besucher weniger begrüßt wurden, kann sich im Verein momentan so recht niemand erklären. Ob es an zu wenig Werbung lag – Fragezeichen? Auf jeden Fall ist das Heimatmuseum längst über die Homapage der Stadt und der Touristinfo verlinkt und im Internet zu finden. Schaden kann es aber nicht, wenn der Verein in Kürze auch eine eigene Webseite mit ausführlichen Beschreibungen und Bildern zum Turm und Museum ins Internet stellt. Und das ist geplant.

Neben viel Zuspruch von den Plauern, Lob von Touristen, neben vielen Veranstaltungen, wie etwa dem 10. Burghoffest, gemeinsamen Reisen, Auftritten der beiden Vereinschöre „Plauer Burgsänger“ und „Shantychor“, vielen Spenden sowohl von Privatleuten als auch Unternehmen und Institutionen – zuletzt etwa das Geld von Lions-Club und BBM aus Parchim, die die Küche für den Sitzungsraum in der oberen Etage des Museums sponsern – hielt das Jahr für die engagierten Mitglieder des Heimatvereins auch unschöne Momente bereit. Nach monatelangen Unstimmigkeiten trennte sich der Shantychor im Januar von ihrem bisherigen Leiter Claus Swienty. Zwischenzeitlich hat das Ensemble mit Irmgard Habel-Wrede aus Wendisch Priborn eine Chorleiterin gefunden. „Und“, sagte Günter Grittke, Begründer des Shanty-Chores „jetzt macht uns die Chorarbeit wieder Spaß.“

Mit Freude haben die Vereinsmitglieder wie auch die Verantwortlichen bei der Stadt den jetzt fertig gestellten zweiten Bauabschnitt in der Museumsscheune beim Ausbau der oberen Etage verfolgt, der seit September lief. Nun sticht wieder der Trumpf, das Engagement der ehrenamtlichen Mitglieder, die sich ab heute ans Einräumen machen. „Vitrinen haben wir, Tische haben wir gebaut und am Montag fangen wir an einzuräumen“, kündigte Dieter Ehrke und geriet unter dem Beifall der fast 60 anwesenden Vereinsmitglieder ins Schwärmen: „Es wird schön, richtig schön, so schön wie im Westen.“

Zu Ostern wird das Heimatmuseum eröffnet. So ist es in Plau seit Jahren Tradition. Für die obere Etage braucht’s ein wenig länger, voraussichtlich bis Mitte Mai.

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