Schnelles Netz : DSL-Ausbau im Schneckentempo

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Stadt Plau und WEMACOM beraten über Investitionen zur DSL-Entwicklung. Das Ziel: Bis Anfang 2016 Bandbreite bis 100 MB möglich

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22. April 2015, 22:00 Uhr

Das Internet gehört wie selbstverständlich zu unserem Alltag. Die Menschen nutzen es zur Information, Bildung, Unterhaltung oder auch zum online-shopping. Die immer aufwendiger werdenden Angebote im World Wide Web setzen jedoch schnelle Internet-Zugänge voraus. Sofern die nicht zur Verfügung stehen, wird das Surfen im Internet schnell zur Geduldsprobe.

In Plau am See mit seinen Ortsteilen ist die Versorgung mit schnellen, sogenannten „breitbandigen“ Internetzugängen immer noch sehr dürftig, erklärt Timo Weisbrich, Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus und Wirtschaft der Stadt. Die Bundesregierung habe für die Breitbandversorgung das Ziel anvisiert, dass bis 2018 jeder Haushalt in Deutschland mit Anschlüssen von mindestens 50 Megabit pro Sekunde versorgt werden kann. Um diese Entwicklung auch in Plau zu beschleunigen, trafen sich am 15. April Bürgermeister Norbert Reier und Mitglieder des Ausschusses für Tourismus und Wirtschaft der Stadt mit Vertretern der WEMACOM, um über die geplanten Investitionen zur weiteren Entwicklung vom DSL in unser Stadt zu beraten und Möglichkeiten zur Problemlösung zu suchen.

Wie Timo Weisbrich informiert, beabsichtigt die WEMAG, ein neues Elektroversorgungsnetz von Lübz über Plau am See (Trafo Bergstraße) Richtung Goldberg über die Quetziner Straße auszubauen. Dabei sollen auch Glasfaserleitungen zu Steuerungszwecken mitverlegt werden, die gleichzeitig die Einbindung des W-DSL Funksystems ermöglichen. „Derzeit gibt es notwendige Reihenschaltungen von Antenne zu Antenne, bei denen aber die Leistungen eingeschränkt sind. Beim geplanten Ausbau können die anliegenden Straßen direkt eingebunden werden und so eine Bandbreite bis 100 Megabit ermöglichen. Das wird zur erheblichen Entlastung des Funksystems führen“, so der Ausschussvorsitzende.

Zielstellung sei es, das Vorhaben in der Plauer Region bis Anfang 2016 umzusetzen. Ein weiterer Ausbau der Stadt mit Glasfaserkabel gehe jedoch nur zögerlich voran, weil die Investitionen für alle ausführenden Unternehmen sehr hoch sind. Wie weit sich für den weiteren DSL-Ausbau noch bessere Möglichkeiten ergeben, werde auch von den Fördermöglichkeiten von Bund und Land abhängen, die landesweit defizitäre Investitionen bezuschussen. Es gebe aber momentan noch keine konkreten Aussagen zu Förderprogrammen.

Der Ausschuss für Tourismus und Wirtschaft der Stadt Plau am See wird in enger Zusammenarbeit mit Bürgermeister Reier die weitere Planung und Umsetzung begleiten. „Denn“, so Timo Weisbrich, „ein leistungsfähiges Netz gehört inzwischen zur wichtigsten Infrastruktur der Stadt, weil es nicht nur für die Einwohner wichtig ist, sondern auch eine Grundlage für die bestehenden Unternehmen und die Ansiedlung neuer Investoren bildet.“

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