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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. September 2017 | 10:17 Uhr

Dienst Angetreten : DRK-Wasserwacht hat flottgemacht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gestern traten die Wasserretter von Plau am See ihren Dienst an. Die Rettungsschwimmer sorgen auch in sechs Schwimmbädern der Region für Sicherheit.

von
erstellt am 16.Mai.2014 | 08:00 Uhr

Seit gestern Mittag, 12 Uhr, ist die Bootsstation der DRK-Rettungswacht am Plauer See wieder besetzt. Bis einschließlich 15. September werden die zweiköpfigen Besatzungen täglich zwischen 12 und 18 Uhr für Sicherheit auf dem Wasser sorgen. In erster Linie natürlich für die der Bootsfahrer.

Die erste Schicht schoben Lothar Klinke und Matthias Wiebcke. Klinke, der alte Hase, von Anfang an dabei und Bootsführer. Matthias, der Youngster und Rettungsschwimmer. Im vierten Jahr. „Zwei Leute in einer Schicht und mit diesem Profil, das ist die Besetzung, die wir brauchen“, sagt Christine Arnhold, Koordinatorin Ehrenamt beim DRK Kreisverband. Mitunter habe auch der Bootsführer den Rettungsschwimmer. Muss ist das aber nicht.

Das konzentriert sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe des Teams: See beobachten und regelmäßig Kontrollfahrten machen – auch an nicht einsehbaren Ecken. „Situationen, in denen Bootsbesatzungen in wirklich lebensbedrohlichen Situationen waren, haben wir eigentlich kaum, toi, toi, toi“, sagt Christine Arnhold. Havariefälle an Motorbooten, bei denen unsere Leute eingreifen, gekenterte Segelboote, denen sie beim Aufrichten helfen mussten, schon eher. In einer durchschnittlichen Saison etwa drei mal. Und Plau blieb bisher auch von Ausreißer-Jahren verschont.

„Ich denke, dass auf unserem See vergleichsweise wenig passiert, ist auch unser Verdienst“, sagt Christine Arnhold selbstbewusst. Dann führt sie die (mindestens) sechs großen Badestellen am See an, von denen lediglich eine bewacht wird. Aus Sicht der DRKler, die bei ihren Kontrollfahrten auch hier oft nach dem Rechten schauen, kaum zu verantworten. Die Badestellen, sagt Lothar Klinke, seien noch nicht mal abgetonnt, weshalb das Risiko, dass Boote Schwimmer verletzen, immens ist.

Aber aber auch auf dem See spielen sich Szenen ab, bei denen sich jedem Vollblut-Retter die Haare sträuben. Etwa, wenn Kinder, kleine Kinder, die wahrscheinlich noch nicht einmal schwimmen können, ohne Schwimmweste an Bord sind. „Natürlich weisen wir die Erwachsenen darauf hin“, so Klinke. Seit 1992 dabei, ist der alte Hase jedoch immer wieder auf die Reaktion gespannt, die von freundlich bis (eigentlich kaum vorstellbar) pampig reicht. Viel emotionaler sieht es Christine Arnhold: „Noch bin ich nicht Mutter, aber ich mag mir auch nicht ausmalen, wie man sich fühlt, wenn man sich an seinem eigenen Kind schuldig macht.“

Um Tragödien zu verhindern, ist das DRK mit 40 Leuten für die Sicherheit der Schwimmer und Bootsfahrer am Start (siehe Info-Kasten). „40 sind Minimum, weshalb wir uns auch ständig um Rettungsschwimmer-Nachwuchs bemühen“, so die Koordinatorin. Ein nächster Kurs sei schon getaktet und findet am 21./22. Juni statt.

Interessenten können sich an Christine Arnhold wenden. Zu erreichen ist sie unter Tel. 0 38 71/ 62 25 34.

 

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