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22. November 2017 | 23:23 Uhr

Lübz : Drei Frauen, ein Ziel: Lehrerin werden

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Sie sind jung und voller Tatendrang: Maria, Sara und Patricia. Sie alle waren am Eldenburg-Gymnasium in Lübz. Und diese drei Frauen haben eines gemeinsam: Sie wollen Lehrerin werden.

svz.de von
erstellt am 02.Apr.2013 | 10:49 Uhr

Lübz | Selbstbewusst treten sie einem gegenüber. Die Stimmen fest und laut, das Auftreten selbstsicher und bestimmt. Sie sind jung, gerade mal Anfang 20. Dennoch wissen sie alle drei, was sie beruflich machen wollen. Sie sind drei Frauen mit einem Ziel: Sie wollen Lehrerinnen werden. Patricia Niemöller, Sara Thestorf und Maria Hansekowski sind sich seit ihrer Schulzeit sicher: Lehrer zu sein, bedeutet mehr als nur einen Beruf auszuüben. Lehrer zu sein, ist für die drei Frauen eine Berufung. Sie wollen sich einsetzen, für gute Bildung an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern.

Immer wieder ist die Bildung Thema, vor allem dann, wenn eine große Wahl vor der Tür steht. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird immer wieder über die Bildung diskutiert. Beliebtes Thema dabei: die Lehrkräfte. Zum einen gibt es zu wenige, zum anderen, sind diejenigen, die die Mädchen und Jungen an den Schulen im Land unterrichten, zu alt. Rund 680 Lehrer scheiden in den kommenden Jahr aus dem Schuldienst aus. Mecklenburg-Vorpommern müsse attraktiver werden, vor allem für junge Menschen, die gern den Lehrerberuf ausüben. Das Image des Lehrers habe in den vergangenen Jahren gelitten, heißt es aus vielen Reihen der Lehrerschaft.

Immer wieder gehen sie auf die Straßen, streiken für ihr Recht, streiken für eine gute Bildung, streiken für eine gute Bezahlung. Verbeamtung steht im Raum, Bildungsminister Mathias Brodkorb hat das Wort jetzt selbst in den Mund genommen. Bereits zum 1. August dieses Jahres solle die Verbeamtung eingeführt werden, so der Bildungsminister. Vor knapp 18 Jahren hat die damalige Landesregierung gemeinsam mit den Gewerkschaften und den Lehrerverbänden das so genannte Lehrerpersonalkonzept entwickelt und verabschiedet. Damit reagierte die damalige Regierung Mecklenburg-Vorpommerns auf den dramatischen Rückgang der Schülerzahlen. Doch nun funktioniert das Konzept nicht mehr. Deshalb wird jetzt zurückgerudert und das Lehrerpersonalkonzept zum 1. August 2014 beendet. "Das Lehrerpersonalkonzept war für alle Beteiligten schwierig. Die Teilzeitregelung bedeutete für Lehrerinnen und Lehrer vor allem Gehaltseinbußen", sagt Bildungsminister Mathias Brodkorb.

Noch vor Abschluss des Lehrerpersonalkonzeptes von 1995 haben insgesamt 22 488 Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern an Schulen unterrichtet, mittlerweile ist die Zahl der Lehrkräfte im Land um mehr als die Hälfte auf 11 085 Lehrer geschrumpft (Stand: Schuljahr 2012/2013). Doch damit nicht genug: Die Belastung auf die mehr als 11 000 Lehrer im Land steigt zusehends, in keiner anderen Berufsgruppe steigen die Krankentage so stark an wie bei den Lehrern und Erziehern. Durchschnittlich 30 Tage sind Lehrer derzeit krank, im Schuljahr 2008/2009 waren es noch 21,5 Tage.

Die erste Schulluft haben Patricia Niemöller, Sara Thestorf und Maria Hansekowski bereits geschnuppert. Die eine beendet gerade ihr Referendariat, steht kurz vor ihrer letzten Prüfung, dann ist sie Lehrerin. Die zweite hat gerade erst ihr Referendariat aufgenommen, ist gerade dabei, ihre ersten Unterrichtspläne zu schreiben und den Unterricht vorzubereiten und die letzte im Bunde hat gerade ihr letztes Praktikum an einer Schule abgeschlossen. Und eines haben die drei Frauen gemeinsam: Sie alle waren am Eldenburg-Gymnasium in Lübz. "Wir wollen den Lehrerberuf wieder attraktiver machen und bewusst dafür werben", sagt Gerd Vorhauer, selbst Lehrer am Eldenburg-Gymnasium. Er gab den Anstoß für eine etwas andere Serie der Schweriner Volkszeitung.

In drei Teilen stellen wir die drei Frauen vor, die eine Lanze für ihren zukünftigen Beruf brechen. Wir lassen Patricia Niemöller, Sara Thestorf und Maria Hansekowski,zu Wort kommen, warum sie Lehrerinnen werden und warum es ihrer Meinung nach, keinen schöneren Beruf gibt. Die Porträts der drei Frauen lesen Sie in den kommenden Wochen in Ihrer Schweriner Volkszeitung.

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