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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. August 2017 | 20:51 Uhr

Urlaubszeit : Drei Fragezeichen gegen Gauner

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Polizei warnt: Ganoven in der Ferienzeit aktiv. Mit einfachen Maßnahmen können Sie Kriminellen das Geschäft erschweren

„Langfinger“ sind auch in der Urlaubszeit unterwegs. Für die Polizeiinspektion Ludwigslust ist das Anlass, kurz vor Beginn der Sommerferien Einbrechern und anderen Ganoven mit Tipps das Geschäft zu verhageln.

Im vergangenen Jahr musste die Polizei im gesamten Landkreis 226 Einbrüche in Einfamilienhäuser oder Wohnungen registrieren. Hans-Peter Günzel, Chef der Polizeiinspektion (PI) Ludwigslust: „Die Kriminalpolizei konnte einen Teil dieser Einbrüche zwar aufklären und die ermittelten Tatverdächtigen der Justiz zuführen, dennoch sitzt der Schock auch lange nach solch einem Ereignis bei den betroffenen Opfern tief, zumal jeder Einbruch ein direktes Eindringen in die unmittelbare Privatsphäre bedeutet.“ Nicht nur Einbrecher, auch Betrüger und Trickdiebe sind in den Ferien aktiv. Deshalb sollten Bürger drei Fragen klären: Was muss ich auf dem Weg zum Urlaubsort beachten? Mit welchen Tricks sollte ich als Tourist im Urlaubsort immer rechnen? Wie hinterlasse ich meine Wohnung, um vor einem Einbruch weitestgehend geschützt zu sein?

Sichere Zeichen für eine Abwesenheit nehmen Einbrecher gern als willkommene Einladung an. Dazu zählen überquellende Briefkästen, nicht gemähte Rasenflächen, über Wochen heruntergelassene Rollläden oder zugezogene Vorhänge und entsprechende Mitteilungen auf dem Anrufbeantworter oder in sozialen Netzwerken.

Hans-Peter Günzel: „Bitten sie Freunde, Verwandte oder vertraute Nachbarn, Ihr Haus bewohnt erscheinen zu lassen. Beispielsweise Rollläden und Vorhänge in unregelmäßigen Zeiten betätigen lassen. Auch das Licht sollte zu unterschiedlichen Zeiten im Haus brennen und der Briefkasten täglich geleert werden. Diese Maßnahmen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn zuvor alle Türen und Fenster ordnungsgemäß verschlossen bzw. verriegelt wurden.“

Auch auf Reisen ist man vor Langfingern nie sicher. Überall wo Gedränge herrscht, müsse man mit Taschendieben rechnen. Geld, Kreditkarten und Reisepapiere sollten deshalb in Innentaschen aufbewahrt und Handtaschen vor dem Körper getragen werden. Bei Reisen mit dem Auto gilt: Beim Parken auf Tank- und Rastanlagen immer den Zündschlüssel abziehen. Auch bei nur kurzer Abwesenheit immer das Fahrzeug sowie alle Fenster verschließen und keine Wertsachen im Auto zurücklassen.

Damit die Urlaubsfreude nicht getrübt wird, sollte auch im Ferienort Vorsorge getroffen werden. Die Polizei rät: Geld- und Wertsachen im Hotelsafe deponieren. Kreditkarten beim Bezahlen in Restaurants und Geschäften nicht aus der Hand geben, um ein Kopieren von Kartendaten zu verhindern. In einigen Urlaubsregionen verkaufen fliegende Händler vermeintliche Markenprodukte zu Billigpreisen, die erst auf den zweiten Blick oder viel später als billige Imitate enttarnt werden.
 

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erstellt am 21.Jul.2016 | 12:00 Uhr

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