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17. November 2017 | 20:47 Uhr

Suche nach 70-Jährigen : Drama um vermissten Angler

vom

Seit Freitag wird der 70-jährige Werner Manthey aus Parchim vermisst. Er fuhr zum Angeln, kehrte jedoch am Nachmittag nicht zurück, wie er es zuvor angekündigt hatte. Trotz der Polizeisuche bleibt Manthey verschwunden.

svz.de von
erstellt am 29.Apr.2012 | 10:16 Uhr

Parchim | Seit Freitag, 27. April wird der 70-jährige Werner Manthey aus Parchim vermisst. Er fuhr mit seinem PKW Skoda zum Angeln, kehrte jedoch am Nachmittag nicht zurück, wie er es zuvor angekündigt hatte. Seine Ehefrau machte sich deshalb Sorgen und meldete dies der Polizei.

"Wir haben umgehend mit den entsprechenden Suchmaßnahmen begonnen, aber bislang keinen Erfolg gehabt und deshalb am Sonnabend die Suche erheblich ausgedehnt", erzählt Fred Küken vom Polizeihauptrevier Parchim. Zum Einsatz kamen neben den eigenen Beamten auch die Kollegen der Wasserschutzpolizei, ein Hubschrauber sowie der Fährtenhund Fokker. Die große Frage war: Wo sollte man suchen? Einen Anhaltspunkt hat die Besatzung des Polizeihubschraubers geben können. Bei ihrem Flug zwischen Slate und Siggelkow entdeckte sie einen silberfarbenen Pkw nahe der Burower Brücke an der Elde-Müritz-Wasserstraße.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, war klar: Dies ist der Pkw des Anglers. Nun wurde die Suche in diesem Bereich intensiviert. Während die Wasserschutzpolizei mit einem Suchhaken das Wasser absuchte, kam der Fährtenhund Fokker zum Einsatz. Der belgische Schäferhund nahm eine Spur vom Auto stromaufwärts auf, die nach etwa 600 Metern endete. Auch in einem seitlichen Graben, der etwa 80 Zentimeter tief war, wurde durch die Polizei gesucht. Der Helikopter flog derweil über die angrenzenden Flächen, und die Beatzung suchte die Felder und benachbarten Wasserflächen ab - doch alles ohne Erfolg. Mittlerweile hatten die Beamten mittels des Zweitschlüssels das Auto geöffnet. Darin lagen eine Angel, der Kescher und auch die Wathose. Nun konnte der Fährtenhund Fokker eine neue, konkretere Spur aufnehmen. Diese führte nun in die entgegengesetzte Richtung. Auch später eintreffende Beamte mit weiteren Hunden nahmen diese Spur auf. Taucher der DLRG aus Zarrentin kamen zum Einsatz, aber auch die wurden nicht fündig.

Am späten Nachmittag wurden zusätzlich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Redlin, Groß Pankow, Siggelkow sowie aus Lübz alarmiert. Sie suchten die Uferbereiche ab. Dann eine erste Hoffnung: Die Feuerwehrkameraden fanden eine im Ufergestrüpp verfangene Angel. Diese wurde von Verwandten als die von Werner Manthey identifiziert. Doch von ihm selbst weiter keine Spur Am Sonnabend musste die Suche dann bei Einbruch der Nacht gegen 21.30 Uhr abgebrochen werden.

Am gestrigen Sonntagmorgen startete die Suche erneut. Diesmal kamen Taucher der Bereitschaftspolizei und der DLRG zum Einsatz. "Es geht darum, vom Fundort der Angel stromaufwärts zu suchen", sagte Mirko Bauer von der Wasserschutzpolizei. Insgesamt, so bestätigt Fred Küken, waren am gestrigen Sonntag wieder 20 Beamte im Einsatz.

Eine Hoffnung, den Vermissten lebend zu finden, gibt es kaum noch. Dennoch geben die Beteiligten nicht auf. Bis zum Redaktionsschluss dauerte die Suchaktion noch an, bei der sich auch wieder Feuerwehrleute beteiligten.

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